Allianz-Entflechtung nicht Ausschlag gebend
Münchener Rück Aktien sinken

Die Aktie der Münchener Rück hat am Dienstag nicht von der bevorstehenden Neuordnung auf dem deutschen Finanzsektor profitieren können.

dpa-afx MÜNCHEN. Die Aktie der Münchener Rück hat am Dienstag nicht von der bevorstehenden Neuordnung auf dem deutschen Finanzsektor profitieren können: Ihr Kurs gab bis 12.15 Uhr um 1,53 Prozent auf 330,07 Euro nach. Der Deutsche Aktienindex verlor unterdessen 2,30 Prozent auf 5.627,50 Zähler. Der Dow Jones STOXX Index für den Versichungssektor verlor zum gleichen Zeitpunkt sogar um 2,23 Prozent auf 365,03 Punkte.

Für den Analysten Michael Harms von Delbrück & Co. Privatbankiers war die Entwicklung der Aktie keine Überraschung: "Es gibt derzeit keine sensationell neuen Nachrichten, die den Kurs in die eine odere andere Richtung stark beeinflussen könnten", sagte Harms.

Die in den vergangenen Tagen verbreitete Meldung von der Entflechtung der wechselseitigen Beteiligungen zwischen Münchener Rück und Allianz sei bereits im Jahr 2000 angekündigt worden. Auch der Termin 2002 sei schon genannt worden. Deshalb sieht Harms durch die Neuordnung im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz keinen Grund für eine fundamentale Neubewertung der Münchener Rück. Auch der Rückkauf der Versicherungsgruppe Ergo sei "mit ziemlicher Sicherheit nicht die Nachricht, die die Leute im Markt besonders interessiert", sagte Harms.

Unterdessen gab die Investmentbank Morgan Stanley am Dienstag in London bekannt, die Aktie der Münchener Rück von "underperform" auf "neutral" aufzuwerten. Eine Begründung dafür wurde nicht geliefert.

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