Allianz führender Konzerne
Initiative für einheitlichen DVD-Standard

Seit rund einem Jahr wird die DVD als Wachstumsmotor der Unterhaltungselektronik gefeiert. Mit einem Fassungsvermögen von mehr als 4,7 Gigabyte hat sie sich nicht nur als Nachfolgerin der Video-Kassette einen Namen gemacht, sondern dient auch als universelles Speichermedium für Daten aller Art. Doch noch immer haben sich die Elektronikkonzerne nicht auf einen einheitlichen Standard einigen können - zum Nachteil des Verbrauchers.

HB/dpa HANNOVER. So lässt sich nicht jede DVD auf jedem DVD-Player abspielen. Eine Allianz aus führenden Elektronik- und Medien-Unternehmen wollen nun mit neuen Partnerschaften und einer Reihe neuer Produkte dem einheitlichen Standard für wiederbeschreibbare DVDs zum Durchbruch verhelfen.

Neben vielen neuen Abspiel- und Aufnahmegeräten kündigte die "DVD+RW-Allianz" auch erstmals neue, einmal beschreibbare DVDs (DVD+R) auf der CeBIT in Hannover an. Diese sind ähnlich wie einfache CD-Rohlinge um ein mehrfaches günstiger als die wiederbeschreibbaren DVD+RWs. Auf ihnen können langfristig Daten, Videos oder Bilder gespeichert werden - rund sechs Mal mehr als auf den verbreiteten CD- Rohlingen.

"Die DVD+R bietet die Leistungsfähigkeit, die der Konsument erwartet", sagte John Spofford, Chef der "DVD+RW-Allianz" und Vizepräsident der Konsumenten-Sparte des Computerherstellers Hewlett Packard - (HP). Auch die neuen DVD+R sollen - wie die DVD+RWs - sowohl auf Computerlaufwerken (DVD-ROM) als auch auf DVD-Video-Playern laufen. Das sei noch immer keine Selbstverständlichkeit.

DVD-ROM, DVD-R, DVD-RW oder DVD+RW - die Vielzahl der Formate ist noch immer verwirrend. Während Hersteller wie Pioneer mit seinen Abspielgeräten auf das DVD-RW-Format setzt, hat sich die DVD+RW- Allianz darauf verständigt, ganz auf Kompatibilität zu setzen. Dabei soll die Nutzung sowohl am DVD-Player im Wohnzimmer als auch im Arbeitsplatz am PC möglich sein. Von der neuen Beziehung zwischen Unterhaltungselektronik und PC-Industrie werde nach Meinung der Allianz in erster Linie der Konsument profitieren.

Die Allianz-Mitglieder, darunter Philips, Sony, HP, Ricoh und Mitsubishi Chemical/Verbatim, will mit der Entwicklung von Geräten und Medien auf einheitlichem Standard Fakten schaffen. Auf der CeBIT kündigte auch Fujitsu-Siemens an, dass das Unternehmen künftig bei ihren neuen Design-PCs "Scaleo" auf das Format mit dem Pluszeichen setzen wird. Allein durch ihre gemeinsame Marktpräsenz könnten es die Verfechter anderer DVD-Formate schwer haben, sich durchzusetzen.

DVD-Player stehen nach Angaben der DVD-Arbeitsgemeinschaft mittlerweile in drei Millionen deutschen Haushalten. Zu den neuen Trend-Produkten auf der CeBIT gehören aber vor allem auch die neuen DVD-Rekorder. Nach der ersten Markteinführung im Herbst letzten Jahres stellt zum Beispiel Allianz-Mitglied Philips in Hannover bereits die zweite Generation ihrer DVD-Player "mit der roten Aufnahmetaste" vor. Nicht zuletzt solche Geräte dürften dem Siegeszug der DVD+RW weiter den Weg ebnen.

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