Allianz mit American Airlines
Swiss ist startklar

Am kommenden Sonntag heben die ersten Flugzeuge der nach dem Zusammenbruch der traditionsreichen Swissair neu entstandenen nationalen Schweizer Fluglinie Swiss ab.

dpa ZÜRICH/BASEL. Am Dienstag wurde auch bekannt, dass SWISS mit der größten Fluggesellschaft der Welt, American Airlines, eine Allianz eingehen wird. Die Crossair selbst rutschte 2001 mit einem Verlust von 314 Millionen Franken (213 Mio Euro) tief in die roten Zahlen.

Die Swiss wurde auf der Grundlage der ehemaligen Swissair- Regionaltochter Crossair mit Milliardengeldern aus Regierung und Wirtschaft aufgebaut. "Noch nie in der Geschichte unserer Branche wurde ein derart anspruchsvolles Projekt in so kurzer Zeit realisiert", sagte der ehemalige Crossair- und neue Swiss-Chef André Dosé am Dienstag in Zürich.

Swiss tauscht seine gesamte Boeing MD-11-Flotte gegen 13 Airbus A340-300 aus. Die Entscheidung stehe noch unter dem Vorbehalt, dass alle vertraglichen Eckpunkte bis 15. April 2002 gelöst werden könnten, teilte das Unternehmen mit. Das erste neue Flugzeug werde im Juni 2003, das letzte im Juli 2004 ausgeliefert.

Die ersten Monate des laufenden Jahres sind nach Dosés Angaben positiv verlaufen. Sowohl im Europa- wie im Interkontinentalgeschäft liege man über den Vorgaben einer Auslastung von 48 Prozent: Im Europa-Geschäft liege diese bei rund 54 Prozent und im Interkontinental-Geschäft bei etwa 80 Prozent.

Auch ertragsmässig sei die Swiss voll auf Kurs und auch die Kostenvorgaben seien erreicht. Den grössten Verlust erwartet Dosé für das zweite Quartal 2002. "Aber wir sind liquide und können auch einen kräftigen Windstoss überleben." Der überwiegende Teil der Crossair- Verluste für 2001, rund 290 Millionen Franken, führt das unternehmen auf Sonderbelastungen im Zusammenhang mit dem Gläubigerschutz für die SAirGroup zurück.

Die überschuldete Swissair hatte die Folgen der Terroranschläge in den USA am 11. September nicht verkraftet und war Anfang Oktober zusammengebrochen. Sie steht seitdem unter Gläubigerschutz. Der Name Swissair als Marke der internationale Ziele anfliegenden Luftlinie wurde abgeschafft, weil er vor allem wegen Regressforderungen zu viele juristische Probleme gemacht hätte.

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