Allianz mit der Nasdaq
Berliner Börse greift Frankfurter Monopol an

Der Kampf um deutsche Anleger gewinnt weiter an Schärfe. Letzten November blies die Berliner Börse zur Attacke gegen Frankfurt. Jetzt legt die Börsenallianz von Berlin und Nasdaq nach.

DÜSSELDORF. Die Berliner Börse will Anfang Januar 2003 im Rahmen ihrer im letzten November angekündigten Allianz mit der Nasdaq Europe den heimischen Banken eine eigene Plattform für den In-House-Handel mit den weltweit rund 300 größten Aktienwerten anbieten. Börsenpräsident Jörg Franke, ehemaliges Vorstandsmitglied der Frankfurter Börse, geht damit auf direkten Konfrontationskurs zu seinem ehemaligen Boss Werner G. Seifert.

Die Banken versprechen sich von einer Inhouse-Lösung, bei der sie ihren Orderfluss gebündelt im eigenen Haus zusammenführen, günstigere Transaktionen und eine neue Verdienstmöglichkeit mit den Preisspannen. Mit Nachdruck werben die Partner, zu der auch die Bremer Börse zählt, für ihre von Nasdaq Europe noch aufzurüstende Handelsplattform. Dresdner Bank und Commerzbank sollen in einem Vorvertrag ihre Teilnahme schon zugesagt haben, Gespräche mit der Hypovereinsbank seien auf gutem Wege, hieß es Ende Mai aus Verhandlungskreisen.

Noch ist das Rennen um die Anleger offen. Nach dem Start der beiden Systeme wird sich zeigen, wer seine Versprechen hält. Ein Verlierer steht aber schon fest. Die Homogenität des deutschen Aktienmarktes.



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