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Allianz setzt positiven Ergebnistrend fort und bestätigt Spartenziele

Die Allianz hat im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Anstieg des Vorsteuergewinns die Markterwartungen erfüllt und die operativen Ziele für die einzelnen Sparten bestätigt. Einen Ausblick auf die Gewinnentwicklung im Gesamtjahr gab die Allianz nicht ab. In den ersten sechs Monaten verbesserte sich das operative Ergebnis in allen vier Sparten, wobei das von der Dresdner Bank dominierte Banksegment den Sprung in die schwarzen Zahlen schaffte. Das Wachstum in der Lebens- und Krankenversicherungssparte blieb allerdings hinter den eigenen Erwartungen zurück.

dpa-afx MÜNCHEN. Die Allianz hat im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Anstieg des Vorsteuergewinns die Markterwartungen erfüllt und die operativen Ziele für die einzelnen Sparten bestätigt. Einen Ausblick auf die Gewinnentwicklung im Gesamtjahr gab die Allianz nicht ab. In den ersten sechs Monaten verbesserte sich das operative Ergebnis in allen vier Sparten, wobei das von der Dresdner Bank dominierte Banksegment den Sprung in die schwarzen Zahlen schaffte. Das Wachstum in der Lebens- und Krankenversicherungssparte blieb allerdings hinter den eigenen Erwartungen zurück.

"Die ersten sechs Monate zeigen den Erfolg unserer Arbeit. Der positive Ergebnistrend setzte sich fort. Zugleich verbesserte sich in allen Segmenten die Qualität der Erträge", sagte Allianz-Controlling-Vorstand Helmut Perlet. Allerdings könne man die Halbjahreszahlen nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen. "Es gibt noch Unabwägbarkeiten wie große Schadensfälle und Naturkatastrophen. Ferner gehen wir im zweiten Halbjahr von geringeren Veräußerungsgewinnen aus."

Gewinn IM Rahmen DER Erwartung - Analyst: 'Verbesserte Qualität'

Vor Steuern und Anteilen Dritter habe der Gewinn 2,688 Mrd. ? nach einem Vorjahresverlust von 122 Mill. ? betragen, teilte die Allianz am Montag in München mit. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,289 Mrd. ? nach 146 Mill. ? im Vorjahr. Die von dpa-AFX befragten Experten hatten mit einem Gewinn in dieser Größenordnung gerechnet. Die Summe der Erträge fiel um 4,3 % von knapp 50 auf 47,8 Mrd. ?.

Analysten lobten in ersten Stellungnahmen die Qualität des Ergebnisses. Vor allem das Bank- und Sachversicherungsgeschäft hätten überzeugt. Schwachpunkt sei die Entwicklung im Sach- und Lebensversicherungsgeschäft. HVB-Experte Lucio Di Geronimo stuft die Zahlen jedoch nicht als spektakulär genug ein, um bei der Aktie ein Trendwende einzuleiten. In den ersten Handelsminuten legte das Papier in einem schwachen Gesamtmarkt zunächst leicht zu und pendelte dann um den Vortageswert. Zuletzt verlor die Aktie 0,07 % auf 74,27 ?. Das Papier steht rund 15 % unter dem Stand von Ende Juni.

Spartenziele Bestätigt

Für die einzelnen Sparten bestätigte die Allianz ihre operativen Ziele. "Im Bankgeschäft streben wir eine Stabilisierung unserer Erträge an und setzen das Kostensenkungsprogramm weiter fort. Wir zielen darauf ab, dass zum Jahresende ein ausgeglichenes Ergebnis vor Restrukturierungskosten erreicht." Im Schaden- und Unfallgeschäft soll die Combined Ratio unter 97 % bleiben. Nach sechs Monaten lag sie bei 94,3 (Vorjahr 97,1) Prozent. Die gesamten Beitragseinnahmen sollen um vier Prozent zulegen, teilte Europas zweitgrößter Versicherer mit.

"Für das Asset Management ist geplant, die verwalteten Drittgelder im Jahresvergleich zu steigern und das operative Ergebnis weiter zu verbessern." Im Lebensversicherungssegment wolle die Allianz am Wachstum einzelner Märkte teilnehmen und zusätzliches Ertragspotenzial über Produktentwicklung und Tarif-Anpasssungen erschließen. "In Deutschland rechnet Allianz Leben in der zweiten Jahreshälfte mit einer deutlichen Belebung des Neugeschäfts aufgrund des im Juni beschlossenen Alterseinkünftegesetzes."

Operativer Gewinn Legt UM 44 Prozent ZU

Bei den einzelnen Sparten legte vor allem das Bankgeschäft, das von der Dresdner Bank dominiert wird, wegen niedrigerer Kosten und einer geringeren Risikovorsorge deutlich zu. Außerdem haben sich Erträge stabilisiert. In den ersten sechs Monaten sei ein operativer Gewinn von 431 Mill. ? nach einem Vorjahresverlust von 23 Mill. ? erzielt worden, hieß es. Die Dresdner Bank habe in den ersten sechs Monaten einen operativen Gewinn von 409 Mill. ? beigesteuert.

Größter Ertragsbringer war das Sachgeschäft. Hier stieg der operative Gewinn um fast ein Drittel auf 1,74 Mrd. ?. Im Leben- und Krankensegment legte der operative Gewinn um 6,3 % auf 601 Mill. ? zu. Das Asset Management steuerte 361 Mill. ? (plus 12,8 %) zum operativen Gewinn bei. Insgesamt kletterte der operative Gewinn im ersten Halbjahr um 43,9 % auf 3,14 Mrd. ? zu.

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