Allianz startet Roadshow für ihre Anleihen mit einem Volumen von 2 Mrd. Euro
Telekom steht weitere Herabstufung bevor

Die Ratingagentur Moody's prüft die Bonität der Verbindlichkeiten der Deutschen Telekom auf eine mögliche Herabstufung.

fer/vwd/Reuters FRANKFURT/M. Die Überprüfung beziehe sich auf die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten der Telekom und ihrer Finanztochter sowie auf die langfristigen Schulden der US-Tochter Voicestream, teilte Moody?s mit. Die Prüfung solle in den kommenden vier Wochen abgeschlossen sein. Anlass sei, dass die Telekom keinen Fortschritt beim geplanten Schuldenabbau erkennen lasse, was ein hohes finanzielles Risiko bedeute.

Am Markt für Neuemissionen gab es wenig Bewegung. Der Lebensmittelkonzern Barilla hat seine länger angekündigte 300 Mill. Euro-Anleihe emittiert. Das Papier hat eine fünfjährige Laufzeit und einen Kupon von 4,625 %. Nach Angaben eines Bankers der UBS hat die Allianz ihre Roadshow für ihre 2 Mrd. Euro-Anleihe in Europa gestartet. Die UBS bildet gemeinsam mit Deutsche Bank, Dresdner Bank und Schroder Salomon Smith Barney das Konsortium. 1,5 Mrd. Euro würden in Euro emittiert, der Rest in Dollar, sagte er.

Die italienische Banca Lombarda plant eine zehnjährige 250 Mill. Euro-Anleihe, verlautete aus Bankenkreisen. Die Konsortialführer sind Morgan Stanley und UBS Warburg. Unterdessen gab der Versorger Gaz de France bekannt, dass er vor 2003 keine Anleihen an den Markt bringen werde. Der Grund: Moody?s hatte sein Bonitätsrating um zwei Stufen heruntergestuft. Zuvor hatte Gaz de France geplant, noch in diesem Jahr eine 1 Mrd. Euro-Anleihe zu emittieren.

Der Sekundärmarkt startete ruhig in die neue Woche. Die Renditespannen verengten sich am Montag um fünf bis zehn Basispunkte. Deutsche Händler berichteten von einem gestiegenen Interesse an Bayer-Anleihen. Hintergrund seien Presseberichte über eine mögliche Übernahme der Pharmasparte durch GlaxoSmith-Kline. Der Spread der Anleihe mit einer Laufzeit bis 2007 verringerte sich zur entsprechenden Bundesanleihe um elf Basispunkte. Die in britischem Pfund denominierten Papiere ohne feste Laufzeit des angeschlagenen britischen Lebensversicherers Equitable Life gerieten dagegen stärker unter Druck. Das Unternehmen hatte am Freitag erklärt, es sei unsicher, ob die Anteilseigner von Schuldverschreibungen ausgezahlt würden.

Außerdem gab die Ratingagentur Standard & Poor's (S & P) bekannt, dass sie die in der Vorwoche emittierte Euro-Anleihe des schweizerischen Pharmakonzerns Novartis mit der Höchstnote "AAA" einstuft. Dies teilte S&P am Montag mit. Novartis hatte in der Vorwoche eine mit 3,75 % verzinste Anleihe über 1 Mrd. Euro mit Laufzeit bis zum 6. Dezember 2007 emittiert. Die Anleihe wird von der Muttergesellschaft garantiert. Zugleich bestätigte S&P auch das "AAA"-Rating für Novartis. Der Ausblick sei stabil.

Bei den Anleihen von Schuldnern aus Schwellenländern legten türkische Staatsanleihen nach der Ernennung des neuen türkischen Premierministers Abdullah Gul zu. Marktteilnehmer gaben an, die Investoren glaubten daran, dass sich Gul an das Programm des Internationalen Währungsfonds für die Türkei halte. Außerdem hat die Dominikanische Republik JP Morgan Chase und Salomon Smith Barney für die Emission einer 500 Mill. Dollar-Anleihe verpflichtet, und die Philippinen planen die Emission von zehnjährigen Anleihen.

An den Rentenmärkten bewegten sich die Kurse wenig. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe legte bis zum späten Nachmittag auf 4,47 % von zuvor 4,46 % zu. Der richtungsweisende Terminkontrakt Dezember- Bund-Future verlor 12 Basispunkte auf 111,53 %. In den Vereinigten Staaten stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen bis zum Mittag auf 4,05 %. Am Tag zuvor hatte sie bei 4,03 % gelegen.

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