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Allianz-Vermögensverwalter Adam hebt wegen neuer Bilanzregeln Prognose an

Die Vermögensverwaltung der Allianz zeigt sich wegen neuer Bilanzierungsrichtlinien optimistischer als noch vor kurzem und rechnet jetzt bereits 2005 mit einem Gewinnbeitrag. Joachim Faber, Chef der Allianz Dresdner Asset Management (Adam), sagte der Süddeutschen Zeitung (Dienstagausgabe).

dpa-afx MÜNCHEN. Die Vermögensverwaltung der Allianz zeigt sich wegen neuer Bilanzierungsrichtlinien optimistischer als noch vor kurzem und rechnet jetzt bereits 2005 mit einem Gewinnbeitrag. Joachim Faber, Chef der Allianz Dresdner Asset Management (Adam), sagte der Süddeutschen Zeitung (Dienstagausgabe). Er erwarte schon für das kommende Jahr "signifikante Beiträge" seines Hauses zum Konzernergebnis der Allianz. Noch im Frühjahr hatte Faber dies erst für 2006 vorausgesagt. Eine konkrete Ergebnishöhe nannte er jedoch damals und auch jetzt nicht.

Grund für die Revision sei die Ausgabe einer neuen Richtlinie der internationalen Bilanzierungsvereinigung Iasb, sagte Adam-Finanzdirektor Axel May. Im Juni hatte die Iasb neue Regeln dafür aufgestellt, wie im Bilanzierungsstandard IAS ab Anfang 2005 mit Abschreibungen auf den immateriellen Firmenwert umgegangen werden soll. Laut May sind dadurch im kommenden Jahr erheblich geringere Abschreibungen für Adam insgesamt zu erwarten.

Adam hatte vor vier Jahren die amerikanische Investmentgesellschaft Pimco übernommen. Im Zuge dieser Akquisition war ein immaterieller Firmenwert, der so genannte Goodwill, in großer Höhe entstanden, der über die Jahre abgeschrieben wurde und das Ergebnis von Adam belastete. Bereits in früheren Jahren war von "signifikanten" Beiträgen für das kommende Jahr die Rede gewesen. Von dieser Vorhersage war Adam allerdings im Zuge der Iasb-Diskussion abgekommen. Grund der zwischenzeitlichen Zurückhaltung war laut May, dass sich die Verabschiedung der Richtlinie länger als gedacht hingezogen hatte.

Adam ist eine der vier Hauptsparten des Allianz-Konzerns (neben Lebens- und Sachversicherung sowie dem Bankgeschäft). Im vergangenen Jahr verbuchte die Tochter einen Fehlbetrag von 270 Mill. Euro; für 2004 ist laut Faber erneut ein Fehlbetrag zu erwarten. Das Minus soll allerdings "deutlich" unter dem Vorjahreswert liegen. Operativ entstehen bei Adam schon des längeren Gewinne. Sie werden allerdings regelmäßig von den - bilanziell über die Jahre verteilten - immensen Akquisitionskosten für Pimco überkompensiert.

Adam ist nach eigenen Abgaben nach der Tochter der Schweizer Bank UBS der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt, wenn man die Investments unter aktivem Management misst. Bezieht man die Anbieter so genannter Indexfonds ein, die lediglich Börsenbarometer nachbilden, landen die Münchner auf Platz fünf.

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