Alltagswelt erobern
Leuchtdioden verdrängen Glühbirnen

Glühbirnen gehen verschwenderisch mit kostbarer elektrischer Energie um. 95 Prozent werden zu unerwünschter Wärme. Leuchtdioden werden künftig zunehmend für Brems-, Blink- und Rücklichter verwendet.

Bei Sparlampen, Leuchtstoffröhren und anderen neuartigen Lichterzeugern ist das Verhältnis von Licht zu Abfallwärme zwar besser. Aber die Haltbarkeit lässt noch zu wünschen übrig. Mindestens zehnmal länger halten Leuchtdioden (LED), die seit Jahrzehnten als Lichtpünktchen den Betriebszustand aller denkbaren elektrischen und mechanischen Geräte signalisieren. In den letzten Jahren ist die Lichtleistung dieser Halbleiterbauelemente dramatisch gestiegen. Nachdem bereits die dritten Bremsleuchten fast ausschließlich aus Hochleistungshalbleiterdioden hergestellt werden, erobern sie jetzt weitere Bereiche.

Im Luxus-Volkswagen Phaeton sind Brems-, Rück- und Blinklichter aus derartigen Dioden. Konferenzräume, die besonderen Eindruck machen sollen, werden mit unzähligen LEDs unterschiedlicher Lichtfarbe bestückt. Auf Knopfdruck lässt sich dann eine sachliche Arbeits- oder eine kuschelige Entspannungsatmosphäre einstellen. Verkehrsampeln, Taschenlampen, Unterwasserbeleuchtungen für Schwimmbäder. Der Phantasie, wo LEDs einsetzbar sind, sind keine Grenzen gesetzt.

Die wichtigsten Hersteller sind der japanische Konzern Nichia, Lumileds Lighting, ein Joint Venture von Philips und Agilent Technologies, sowie Osram Opto Semiconductors in Regensburg. "Mittelfristig peilen wir Platz 1 in der Welt an", sagt Osram-Chef Wolf-Dieter Bopst. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Regensburger gerade ein Werk auf die grüne Wiese gestellt, das die Kapazität verdoppelt und weltweit am wirtschaftlichsten produziert.

Wie das kalte Licht die heißen Glühbirnen verdrängt und welche Unternehmen um den Markt konkurrieren, lesen Sie auf wiwo.de

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