Allzeithoch zu Yen
Euro steigt auf Vierjahreshoch zu Dollar

Der Euro hat einen Tag nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) mit 1,1535 Dollar seinen höchsten Stand seit Januar 1999 erreicht. Zum Yen sah die europäische Währung ihre höchste Notierung seit ihrer Einführung.

Reuters FRANKFURT. Die EZB hatte den Schlüsselzins am Donnerstag erwartungsgemäß bei 2,5 % gelassen. Allerdings hatte Notenbank-Präsident Wim Duisenberg anschließend anders als von Experten erwartet auch keinen konkreten Hinweis auf eine spätere Zinssenkung gegeben. "Die EZB-Entscheidung von gestern und die Äußerungen Duisenbergs deuten darauf hin, dass die EZB doch nicht in dem Maße zu einer Zinssenkung bereit sein könnte, wie es die Märkte angenommen haben", sagte Chef-Volkswirt Stephen Lewis von Monument Derivatives. Duisenberg hatte sich angesichts der jüngsten Konjunkturdaten dafür ausgesprochen, "noch eine Weile abzuwarten".

Ein Euro notierte am Freitagvormittag mit 1,1526/29 Dollar knapp unter seinem Vierjahreshoch, nachdem er am Donnerstag bei 1,1479/85 Dollar aus dem New Yorker Handel gegangen war. Händlern zufolge profitierte die Gemeinschaftswährung von den unveränderten Leitzinsen in Europa. Der Schlüsselzins liegt in der Euro-Zone mit 2,5 % über dem von 1,25 % in den USA. Daraus ergäben sich höhere Renditen in der Euro-Zone und das ziehe Kapital in den Euro.

Zum japanischen Yen erreichte der Euro am Freitag seinen höchsten Stand seit Einführung der Einheitswährung. Am Tag seiner Einführung, dem 4. Januar 1999, hatte der Euro mit 135,20 Yen seinen bislang höchsten Stand zum Yen erzielt. Am Freitag kletterte die Gemeinschaftswährung vorübergehend auf 135,30 Yen. Einige Händler vermuteten hinter den Yen-Verlusten Eingriffe der japanischen Notenbank am Devisenmarkt. Volkswirt Lewis sagte: "Es ist gut möglich, dass die Japaner interveniert haben - sie intervenieren schon mal, ohne es uns zu sagen."

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