Als drittes afrikanisches Land
Äthiopien will Import von Aids-Generika zulassen

Als drittes afrikanisches Land will Äthiopien den Weg für die Einfuhr nachgemachter und daher günstigerer Aids- Medikamente freimachen. Wie das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Addis Abeba am Freitag bekannt gab, sollen demnächst zehn verschiedene der so genannten Generika zur Behandlung der tödlichen Immunschwächekrankheit eingeführt werden dürfen. Kenia und Südafrika haben den Import bereits erlaubt.

dpa ADDIS ABEBA. "Wir sind bereits dabei, die Qualität und Sicherheit zweier dieser Präparate zu testen", sagte Bekele Tefera aus der pharmazeutischen Abteilung des Gesundheitsministeriums. Dringend müsse nun das medizinische Personal in der Verabreichung der Medikamente geschult werden, deren fehlerhafte Einnahme schwerwiegende Folgen wie die Bildung von Resistenzen haben könne. Drei Mill. der insgesamt 65 Mill. Einwohner des armen Landes am Horn von Afrika sind mit dem Aidsvirus infiziert.

Die wenigsten der rund 25 Mill. HIV-infizierten Menschen in Afrika haben Zugang zur neuesten Generation von so genannten anti- retroviralen (ARV) Medikamenten. Vorwiegend indische Pharmakonzerne bieten ihre Kopien von Aids-Medikamenten zum Teil für drei Prozent des Preises an, den die westlichen Unternehmen dafür nehmen. Viele westliche Regierungen stehen einer breit gestreuten Verteilung allerdings skeptisch gegenüber, weil es ihrer Meinung nach in Afrika an der nötigen Infrastruktur fehlt, um die Medikamente richtig zu verabreichen.

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