Als Lebens- und Futtermittel
Gentech-Mais von Monsanto in der Schweiz zugelassen

ap BERN. Die gentechnisch veränderte Maissorte Mon810 des Pharmakonzerns Monsanto ist am Donnerstag in der Schweiz neu als Lebens- und Futtermittel zugelassen worden. Sie sei unbedenklich für die menschliche Gesundheit, entschied das Schweizer Bundesamt für Gesundheitheit (BAG). Es handelt sich um die dritte Gentech-Maissorte, die bewilligt wurde. Der Anbau von Gentech-Saatgut bleibt verboten.

Mon810-Mais (Maisgard) ist seit mehreren Jahren in den USA, in Kanada, Japan, Argentinien und der EU als Lebensmittel und Futtermittel zugelassen, wie das BAG am Donnerstag mitteilte. Er ist durch ein gentechnisch eingefügtes Gen des Bacillus thuringiensis (Bt) gegen den Befall durch die Larve des Maiszünslers geschützt. Diese Schädlinge verursachen bei konventionellen Maissorten Ernteverluste und können einen verstärkten Befall der Pflanzen mit Schimmelpilzen nach sich ziehen. Der Mon810-Mais enthält kein Antibiotikaresistenzgen.

Monsanto reichte im März 1998 ein Bewilligungsgesuch in der Schweiz ein. Die Sorte sei auf mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit geprüft und für unbedenklich befunden worden, schreibt das BAG. Deshalb sei die Sorte vom BAG als Lebensmittel und vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) als Futtermittel zugelassen worden. In der Schweiz seien zurzeit praktisch keine gentechnisch veränderten Lebensmittel oder Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten auf dem Markt, heißt es weiter. In einigen Produkten wurden jedoch Spuren des Mon810-Maises festgestellt. Da dieser bisher nicht bewilligt war, mussten die jeweiligen Produkte vernichtet werden. Mit der Bewilligung fallen diese Beanstandungen weg. Bis jetzt sind zwei Maissorten des Basler Pharmakonzerns Novartis, nämlich die Sorten Bt176 Maximizer und Bt11, und die Monsanto-Sojasorte Roundup Ready bewilligt. Grundsätzlich verboten ist der Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut.

Die Bewilligung ist mit Auflagen verknüpft. Monsanto muss die genetische Stabilität und die Inhaltsstoffe des Maises dauernd überwachen und jedes Jahr dem BAG einen entsprechenden Bericht einreichen. In Lebensmitteln muss der Mon810-Mais nach geltender Vorschrift gekennzeichnet werden.



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