Als Superminister im Gespräch
Schröder will Clement nach Berlin holen

Noch sind die Koalitionsverhandlungen in vollem Gange, da werden schon pikante Personalien bekannt. NRW-Ministerpräsident Clement könnte Walter Riester und Werner Müller beerben.

dpa DÜSSELDORF. Mit der Fortsetzung der rot-grünen Koalitionsverhandlungen geht heute in Berlin auch die Personaldiskussion um das künftige Kabinett weiter. Kanzler Gerhard Schröder will Nordrhein-Westfalens Regierungschef Wolfgang Clement (SPD) als Minister für Wirtschaft und Arbeit in sein rot-grünes Kabinett holen. Clement selbst wies entsprechende Bericht nicht zurück und legte sich zu einem Wechsel nach Berlin nicht fest. Er sprach von "Spekulationen", an denen er sich nicht beteiligen wolle.

Grünen-Chef Fritz Kuhn nannte in der "Berliner Zeitung" eine Zusammenlegung der Ressorts einen "interessanten Vorschlag". "Arbeitsmarktpolitik, Investitionen und Wirtschaftspolitik müssen zusammenspielen, um die Arbeitslosigkeit wirksam bekämpfen zu können", sagte Kuhn.

Der NRW-Ministerpräsident solle die bisherigen Bundesminister Walter Riester (Arbeit/SPD) und Werner Müller (Wirtschaft/parteilos) ablösen. Mehrere NRW-Regierungsmitglieder sagten der dpa, sie hätten nach Gesprächen mit ihm den Eindruck, Clement werde sich für Nordrhein-Westfalen entscheiden. Er habe sich in der Sitzung aber nicht ausdrücklich gegen einen Wechsel nach Berlin ausgesprochen. SPD-Landeschef und Arbeitsminister Harald Schartau sagte: "Wolfgang Clement wird in Nordrhein-Westfalen gebraucht."

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