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Alstom-Chef verwundert über Deutsche-Bank-Studie - Aufsicht eingeschaltet

Der Chef des französischen Bahntechnikkonzerns Alstom , Patrick Kron, hat mit Verwunderung auf eine Analystenstudie der Deutschen Bank reagiert, die jüngst zu einem Kursabsturz der Alstom-Aktie geführt hatte.

dpa-afx PARIS. Der Chef des französischen Bahntechnikkonzerns Alstom , Patrick Kron, hat mit Verwunderung auf eine Analystenstudie der Deutschen Bank reagiert, die jüngst zu einem Kursabsturz der Alstom-Aktie geführt hatte. "Ich war überrascht von dieser Studie, die drei Tage vor der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen veröffentlicht wurde", sagte Kron am Donnerstag in Paris. Alstom habe die französische Finanzaufsichtsbehörde AMF um eine Untersuchung des Vorfalls gebeten.

Die Deutsche Bank hatte am vergangenen Montag ihr Kursziel für die Alstom-Aktie von 0,35 auf 0,18 Euro gesenkt. Daraufhin war das Papier am Pariser Aktienmarkt um 18,64 Prozent eingebrochen. Bereits zuvor hatten die Deutsche-Bank-Analysten darauf hingewiesen, dass Alstom in den kommenden 20 Monaten Kredite in Höhe von 1,8 Mrd. Euro zurückzahlen müsse.

Alstom HAT Verluste Begrenzt

Im Zuge des Rettungspaketes für den angeschlagenen Konzern hatte die französische Regierung im August an einer Kapitalerhöhung teilgenommen. Dabei erhöhte sich ihr Anteil auf 21,36 Prozent. Alstom hatte aus zwei Kapitalerhöhungen insgesamt 1,75 Mrd. Euro erzielt, das gesteckte Ziel von 2,2 Mrd. Euro aber verfehlt.

Alstom legte am Donnerstag seine Geschäftszahlen vor. Der Fehlbetrag im ersten Halbjahr 2004/05 betrug 315 Mill. Euro und wurde im Vergleich zum Vorjahr in etwa halbiert. Der Konkurrent der Siemens AG erfüllte damit die Erwartungen der Analysten.

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