Alt-Kanzler kommt nicht zum zehnten Jahrestag
Kohl sagt Teilnahme an Einheitsfeier in Dresden ab

Der 3. Oktober "solle in angemessener Würde und fern von tagespolitischen Diskussionen feierlich begangen werden können", sagt der Altkanzler

dpa BERLIN. Alt-Kanzler Helmut Kohl (CDU) wird nicht an der offiziellen Feier zum zehnten Jahrestag der deutschen Einheit am 3. Oktober in Dresden teilnehmen. "Ich habe mich entschlossen, die Einladung des sächsischen Ministerpräsident Biedenkopf als Gast an den Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag der deutschen Einheit teilzunehmen, abzusagen", erklärte Kohl in einer am Montag in Berlin veröffentlichten Erklärung.

Er habe seit vielen Monaten zugesagt, an einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung am 27. und 28. September zum Thema "Zehn Jahre deutsche Einheit - Deutschland und Europa" in Berlin teilzunehmen. "Darüber hinaus möchte ich an keiner weiteren öffentlichen Versammlung zum zehnten Jahrestag der deutschen Einheit mitwirken."

Kohl: "Der Tag der deutschen Einheit, noch dazu das zehnjährige Jubiläum, was wir Deutschen in diesem Jahr begehen, hat als Tag der Freude und Dankbarkeit über die Wiederherstellung der deutschen Einheit für mich einen so hohen Rang, dass jeder Anschein von politischem Streit vermieden werden sollte." Kohl erklärte weiter, er wolle mit seiner Entscheidung dazu beitragen, dass der 3. Oktober in angemessener Würde und fern von tagespolitischen Diskussionen feierlich begangen werden könne.

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