Altana-Kurs verliert an Dynamik
Altana: Ein Stück nach unten begleiten

Das war sicher ein Triumph für Nikolaus Schweickart: Zur Einführung zum Handel an der New Yorker Börse durfte der Vorstandsvorsitzende von Altana die Eröffnungsglocke läuten.

DÜSSELDOR. Für den Altana-Kurs muss es jedoch kein Meilenstein sein. Oft erwies sich die Erstnotierung in den USA für ein Unternehmen, zumindest vorübergehend, als Totenglocke für den Kursaufschwung. So im Fall SAP, die nach der Erstnotiz im August 1998 einen Einbruch von mehr als 50 Prozent innerhalb von zweieinhalb Monaten verkraften mussten. Droht Altana gleiches Schicksal?

Charttechnisch deutet sich dies durch den Aufwärtskeil an. Er bildete sich aus, nachdem der Kurs im August 2001 den langfristigen Aufwärtstrendkanal nach oben durchbrach. Diese Formation zeigt eine sich abschwächende Marktsituation an. Denn das Investoreninteresse lahmt und drückt sich durch langsam schwächer werdende Aufwärtswellen aus. Wird aber der Aufwärtskeil nach unten verlassen, kann die Abwärtsbewegung danach recht heftig verlaufen.

Das vorläufige Kursziel von 47 Euro (aktuell 58,20 Euro) ergibt sich aus der unteren Begrenzung des kurzfristigen Trendkanals sowie durch die von Punkt 1 ausgehende waagerechte Linie. Hier stieß der Kurs im Januar 2001 zum letzten Mal an die obere Grenze des langfristigen Trendkanals an und stoppte im September des gleichen Jahres (Punkt 2).

Fazit: Altana ist sicherlich ein gut aufgestelltes Unternehmen, doch der Kurs verliert an Dynamik. Anleger, die jetzt Gewinne realisieren, sind keineswegs übervorsichtig. Eine andere Strategie: den Wert nach seinem Ausbruch aus dem Keil ein Stück weit per Optionsschein nach unten begleiten. Hier bietet sich ein Verkaufsoptionsschein (Put) der BHF-Bank mit der WKN 597802 an. Die Laufzeit endet am 8. August 2003, der Basispreis beträgt 55 Euro, das derzeitige jährliche Aufgeld 16 Prozent.

Quelle: Wirtschaftswoche

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