Altautos ab 2007 kostenlos zurück
Kabinett billigt Altauto-Gesetz

Autohersteller und-importeure in Deutschland müssen vom Jahr 2007 an alle Altautos kostenlos von den Besitzern zurücknehmen und umweltfreundlich verwerten. Dies sieht ein von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) vorgelegtes Altauto-Gesetz vor, das am Mittwoch vom Kabinett gebilligt wurde.

Reuters BERLIN. Für Neuwagen gilt die kostenlose Rücknahme bereits ab Juli 2002. Bundestag und Bundesrat sollen das Gesetz bis spätestens Frühjahr 2002 verabschieden. Die Unternehmen dürfen für die Entsorgungskosten steuerfreie Rückstellungen bilden. Sie müssen zudem sicherstellen, dass bei der Entsorgung der Fahrzeuge festgelegte Verwertungsquoten erfüllt werden.

Umweltminister Trittin erklärte: "Die Entsorgung von Altautos wird künftig europaweit einheitlich auf hohem Umweltschutzniveau erfolgen." Mit dem Gesetz wird die Altfahrzeugrichtlinie der Europäischen Union (EU) in deutsches Recht umgesetzt. Die so genannte "wilde Entsorgung" von Altautos in Wald und Flur wird nach Trittins Einschätzung durch die kostenlose Rückgabemöglichkeit beendet.

Hersteller und Importeure müssen ein flächendeckendes Rücknahmesystem für Autos aufbauen. Sie müssen sicherstellen, dass ab 2006 mindestens 85 % eines Altautos verwertet und mindestens 80 % recycelt, also in den Stoffkreislauf zurückgeführt oder als Gebrauchtteile wiederverwendet werden. Ab 2015 beträgt die Verwertungsquote 95 %, die Recyclingquote 85 %. Von Juli 2003 an ist es verboten, Fahrzeuge und Bauteile auf den Markt zu bringen, die die Schwermetalle Cadmium, Quecksilber, Blei und sechswertiges Chrom enthalten.

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