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Alte Prognosen falsch, neue Prognosen ... ?

Folgt auf die Erholung der vergangenen Tage noch eine flotte Jahresschluss-Rally? Selbst skeptische Analysten machen den Anlegern zumindest für die kommenden Wochen Mut.

Sicher ist nur eines: Der letzte Monat des alten Jahres wird uns wieder eine Flut von Börsenprognosen für das neue Jahr bescheren. Die Qualität der Vorhersagen zur Wirtschafts-, Zins- und Kursentwicklung war in der Vergangenheit miserabel. Der Einsatz von Hightech und ausgefeilten analytischen Methoden hat nicht zur Erhöhung der Trefferquote geführt. Im Gegenteil: Gerade in der jüngsten Zeit lagen Volkswirte, Finanzanalysten und auch Journalisten so oft und so weit daneben, dass sie sich den verständlichen Zorn der Verbraucher, der Anleger zugezogen haben.

Woran liegt?s? Es ist keine faule Ausrede, hier vor allem auf die Folgen der Globalisierung und auf neue Kräfte an den Kapitalmärkten zu verweisen. Wirtschaftszyklen und Börsenszenarien verändern sich rascher als früher, Märkte sind dadurch noch schwerer zu "berechnen". Fehlprognosen sind nur zum geringeren Teil die Schuld der Propheten, wenn überhaupt.

Brauchen wir überhaupt Prognosen? Ich meine, ja. Wir kämen uns doch vor wie in einem luftleeren Raum, hätten wir solche Orientierungspunkte nicht. Wir alle sollten daran gewöhnen, Prognosen nicht mehr so ernst zu nehmen wie bisher. Sie sind eben nur der Versuch, zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Entwicklung in der Zukunft vorher zu sagen. Dabei basieren die Vorhersagen auf mehr oder weniger zahlreichen, unsicheren Annahmen.

Im jetzt zu Ende gehenden Jahr ist so ziemlich alles schief gelaufen, was vorhergesagt wurde. Die große Handelsblatt-Umfrage vom Dezember 2001 hatte zum Ergebnis: "Für Banken ist 2002 das Jahr der Aktie". Die Experten sagten im Durchschnitt einen Dax-Anstieg auf knapp 5 800 Punkte voraus. Dazu heute kein Kommentar mehr.

Freuen wir uns jetzt auf die neuen Prognosen fürs neue Jahr!

Machen Sie?s gut - bis morgen!

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