Alte Zählweise schützt etablierte Länder
Medaillen hängen für deutsche Badminton-Asse zu hoch

Trotz einiger hoffnungsvollen Talente ist das deutsche Badminton-Team in Athen klarer Außenseiter. Die alte Zählweise, die bei dem Olympischen Spielen wieder eingesetzt wird, macht einen Sieg gegen die etablierten Länder fast unmöglich.

HB DÜSSELDORF. Im Normalfall hängt das Netz für das Sextett des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) in Athen zu hoch. Doch beim Olympia-Turnier sollen möglichst viele Länder vertreten sein. Deshalb ist die Leistungsdichte breiter gestreut als bei Weltmeisterschaften. "Mit einer guten Auslosung können wir in die Nähe der Medaillenränge gelangen", sagte DBV-Cheftrainer Asger Madsen.

Immerhin hat sich beim DBV eine junge und dynamische Generation nach vorne gearbeitet. Bestes Beispiel ist der deutsche Meister Björn Joppien vom FC Langenfeld. Der 23-Jährige wurde zuletzt EM-Dritter. Noch zwei Jahre jünger ist Juliane Schenk von Union Lüdinghausen. Sie gewann EM-Bronze im Damen-Doppel und mit der Mannschaft. Trotz dieser Erfolge zählt der Verband im Weltmaßstab zur zweiten Kategorie.

Die Medaillenanwärter kommen aus China, Südkorea, Indonesien, Dänemark und Malaysia. Für den asiatischen Touch im DBV-Team sorgt Meisterin Xu Huaiwen (29) vom 1. BC Bischmisheim. Die gebürtige Chinesin ist seit November 2003 deutsche Staatsbürgerin. Die Rückkehr zur alten Zählweise schützt die etablierten Länder. Der Internationale Badminton-Verband (IBV) hat seine Experimente mit Kurzsätzen bis sieben Gewinnpunkten beendet. In Athen wird wieder bis 15 gespielt. Da sind Überraschungen kaum möglich.

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