Alternative Antriebe kommen langsam voran
Opel und Ford verbessern Brennstoffzellenantrieb

Theoretisch ist er vielversprechend, der Antrieb von Autos mit Strom aus Brennstoffzellen. Elektromotoren haben einen hohen Wirkungsgrad, was bedeutet, dass sie im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren einen großen Teil der aufgenommenen Energie in Arbeit umsetzen. Zudem nehmen sie trotz der größeren Leistung wenig Platz ein.

pbe DÜSSELDORF. Eine Eigenart der Zellen handicapt sie jedoch als Energielieferanten im Auto. Bisher boten sie nur einen gleichmäßigen Stromfluss. Im Auto jedoch wird zum Beschleunigen kurzfristig mehr Energie gebraucht. Deshalb wurden immer sogenannte Pufferbatterien eingebaut, die Energiereserven speichern. Die Pufferbatterien, genau genommen sind es Akkus, nehmen aber Platz weg und wiegen schwer.

Aus diesem Dilemma will Opel mit einer vom Hersteller Ballard Power Systems entwickelten, neuen Generation von Brennstoffzellen (Fachleute nennen sie Stags) entkommen. Die neuen Stags sollen in der Lage sein, kurzfristige Energiespitzen zu liefern, die zum Beschleunigen ausreichen. So kann auf eine Pufferbatterie verzichtet werden. Das spart 100 Kilo Gewicht und Platz. Im Opel Zafira mit Brennstoffzellenantrieb, dem Hydrogen3, hat die komplette Einheit unter dem Boden Platz, so dass das volle Laderaumvolumen von 600 Litern (bei fünf Sitzplätzen) zur Verfügung steht.

Der Wasserstofftank - Opel betreibt die Brennstoffzelle wie die Mutter General Motors (GM) und die Entwicklungspartner Toyota und Suzuki und Konkurrent Ford mit flüssigem Wasserstoff, hat 68 l Volumen und ist unter den hinteren Sitzen eingebaut. Sie steht deshalb zweieinhalb Zentimeter höher als im Serien-Zafira. Das dürften vor allem die meist kleinen Rücksitzpassagiere wegen der besseren Übersicht eher als Vorteil ansehen. Der Inhalt des Wasserstofftanks soll für von etwa 400 Kilometer Fahrt reichen. Die deutlich kompaktere Brennstoffzelle stellt eine Dauerleistung von 94 kW zur Verfügung und eine Spitzenleistung von 129 kW. Sie beliefert einen Drehstrommotor mit 60 kW/82 PS. Damit soll der Zafira HydroGen3 in 16 Sekunden auf 100 km7h beschleunigen und 150 km/h fahren.

Auch Ford arbeitet mit den kompakteren Stags der neuen Generation und neuer Brennstoffzellensteuerung im Focus FCV. Der fünfsitzige Innenraum bleibt uneingeschränkt. Die Brennstoffzelle steckt unter den Vordersitzen, der E-Antrieb samt Steuerung vorn im Motorraum, das Kühlsystem unter dem (flacheren) Kofferraum.

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