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Alternativer Nobelpreis für Bianca Jagger

Für ihren Einsatz für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz wird Bianca Jagger mit einem der diesjährigen „Alternativen Nobelpreise“ ausgezeichnet.

dpa NEU DELHI. Für ihren Einsatz für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz wird Bianca Jagger mit einem der diesjährigen "Alternativen Nobelpreise" ausgezeichnet.

Die 59-jährige Ex-Frau des Rolling-Stones-Sängers Mick Jagger habe über viele Jahre gezeigt, "wie man Berühmtheit in den Dienst von Ausgebeuteten und Benachteiligten stellt", sagte der deutsch-schwedische Preisstifter Jakob von Uexküll.

Die Preisträger wurden am Montag im südindischen Haiderabad und damit erstmals außerhalb Stockholms bekannt gegeben. Nach dem Schul-Massaker in Beslan wird auch die russische Menschenrechtsgruppe Memorial mit einem der Preise geehrt. "Wir haben die jüngsten Grausamkeiten in Beslan als einen Grund gesehen, warum es wichtig ist, eine solche Organisation auszuzeichnen", sagte von Uexküll. Memorial-Mitarbeiter hätten besonders in Tschetschenien großen Mut bewiesen. Der dritte dotierte Preis geht an den argentinischen Umweltschützer Raul Montenegro.

Den Ehrenpreis teilen sich der Hindu Swami Agnivesh und der Muslim Asghar Ali Engineer aus Indien, die für ihren Einsatz für Toleranz und Verständigung in Südasien ausgezeichnet werden. Die zusammen zwei Mill. schwedischen Kronen (220 000 ?) dotierten Preise und der Ehrenpreis werden am 9. Dezember in der schwedischen Hauptstadt übergeben.

Mit der Bekanntgabe der Preisträger in Indien signalisiere man dem Süden, "dass es im Norden Menschen gibt, die andere Wege suchen", sagte von Uexküll.

Die "Alternativen Nobelpreise" werden seit 1980 für Leistungen beim Umweltschutz, der Friedenssicherung und der Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit vergeben. Die Preisträger kommen überwiegend aus Ländern der Dritten Welt. Von Uexküll will mit dem "Alternativen Nobelpreis" (Right Livelihood Award) auch Kritik an der Vergabe der herkömmlichen Nobelpreise üben, weil diese in der Regel an etablierte Wissenschaftler aus westlichen Ländern gehen.

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