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Altersteilzeitrecht

BAG-Urteilvom 27.04.2004 00:00:00 - 9 AZR 18/03



Bundesarbeitsgericht
Altersteilzeitrecht


GG Art. 9 Abs. 3; Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. 11. 2000 Art. 2 Abs. 2; AltTZG § 8 Abs. 3, § 5 Abs. 1, § 15b und e; ArbGG § 72 Abs. 5; SGB VI § 37, § 41 Abs. 4, § 66, § 64, § 77 Abs. 2, § 236a, § 237; SGB IX § 2 Abs. 2, § 81 Abs. 2; TzBfG § 21, § 17, § 14 Abs. 1; TV z. Regelung der Altersteilzeitarbeit (TV ATZ) § 9 Abs. 2

Nach § 9 Abs. 2 Buchst. a TV ATZ endet das Altersteilzeitarbeitsverhältnis u. a. mit Ablauf des Kalendermonats vor dem Kalendermonat, für den der Arbeitnehmer eine Rente wegen Alters in Anspruch nehmen kann. Dabei handelt es sich um eine Zweckbefristung gem. § 21, § 15 Abs. 2 TzBfG.

Die Zweckbefristung gem. § 9 Abs. 2 Buchst. a TV ATZ ist nicht wegen Fehlens eines sachlichen Grundes unwirksam. Das folgt aus einer entsprechenden Anwendung des § 8 Abs. 3 AltTZG. Das Ausscheiden vor Vollendung des 65. Lebensjahres bei Altersrente wegen Schwerbehinderung gem. § 9 Abs. 2 TV ATZ ist keine unzulässige Benachteiligung gem. § 81 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Satz 1 SGB IX, sondern durch ein rechtmäßiges Ziel sachlich gerechtfertigt (§ 81 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Satz 3 SGB IX). Das gewählte Mittel ist auch zur Erreichung dieses Ziels angemessen und erforderlich (Art. 2 Abs. 2 b) i) der Richtlinie 2000/78/EG).

BAG-Urteil vom 27.04.2004 - 9 AZR 18/03





Quelle: DER BETRIEB, 13.10.2004

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