Altersvorsorge: 16 bis 25 Jahre: Lehrjahre
Vorsorge Schritt für Schritt

Reich in Rente, wer will das nicht? Je nach Einstiegsalter bieten sich unterschiedliche Strategien zur Altersvorsorge an. Ob Sie 25 oder 60 Jahre alt sind: Wie Sie von Aktien, Anleihen oder Fonds am meisten profitieren und wie Sie mit steuermindernden Anlagen Schritt für Schritt ein Polster für den Ruhestand aufbauen.

DÜSSELDORF. Am Anfang müssen nur die wichtigsten Risiken abgesichert werden. Der Bedarf ist oft geringer als gedacht.

Solide Kenntnisse sind der Schlüssel zum gutbezahlten Job. Doch wer seinen Kindern die nötige Ausbildung finanzieren will, muss tief in die Tasche greifen. Schon die Meisterschule kostet 15.000 Mark, ein Uni-Studium ist kaum unter 90.000 Mark zu haben, und private Hochschulen sind noch viel teurer. Bei angehenden Akademikern kommen oft noch Ausgaben für ein Semester im Ausland dazu: Soll der Nachwuchs beispielsweise auf einem amerikanischen College reüssieren, müssen die Eltern noch mal kräftig nachlegen. Oder frühzeitig vorsorgen.

Fondsgebundene Ausbildungsversicherungen etwa kombinieren dazu Investmentsparpläne mit einem Risikoschutz. Sollte beispielsweise ein Elternteil sterben, übernimmt die Versicherung die weiteren Beiträge. So steht zum Ausbildungsbeginn die gewünschte Summe bereit. Weiterer Vorteil: Der Sprössling hat die Wahl, ob er sich die Versicherungssumme zum Studienbeginn ganz oder teilweise auszahlen lässt, oder den Sparvertrag weiterführt - etwa als Basis für die eigene Altersvorsorge. Nur garantierte Zinsen wie bei Kapitallebensversicherungen gibt es nicht.

Gleich nach der Ausbildungsvorsorge sollte eine private Unfallversicherung für den Nachwuchs abgeschlossen werden. Eine Auszahlung von 150.000 Mark bei voller Invalidität ist schon für 70 Mark im Jahr zu haben - jedenfalls bis zum 18. Geburtstag des Nachwuchses. Ab dann verdoppeln sich die Beiträge, da er schlagartig zu den Erwachsenen zählt.

Dann kann sich auch die Frage nach einer privaten Haftpflichtversicherung stellen. Die pauschale Deckungssumme sollte dabei mindestens fünf Millionen Mark betragen. Allerdings braucht nicht jeder so eine Police. Junge Erwachsene sind so lange bei ihren Eltern beitragsfrei mitversichert, bis die erste Berufsausbildung abgeschlossen ist. Das gilt auch für Studenten mit eigener Wohnung. Einzige Bedingung: Sie heiraten nicht zwischenzeitlich. Wer nach dem Examen allerdings noch eine Promotion dranhängen möchte, muss sich unter Umständen selbst versichern.

Eine eigene Hausratversicherung ist dagegen oft entbehrlich. Die zahlt zwar nach einem Brand, Einbruch, Sturm-, Hagel- oder Leitungswasserschaden. Doch die Einrichtung der Studentenbude ist manchmal kaum die jährliche Ausgabe von 100 Mark oder mehr wert. Denn sobald die Eltern bereits eine eigene Hausratversicherung haben, ist der Nachwuchs auch hier mitversichert - und zwar bis zu zehn Prozent der elterlichen Police, maximal aber bis zu einem Inventarwert von 15.000 Mark.

Wer während des Wehr- oder Zivildienstes trotzdem eine Police abgeschlossen hat und den Beitrag vom Konto abbuchen lässt, kann sich die Prämien vom Versorgungsamt erstatten lassen. Es sei denn, die Eltern zahlen auch diese Beiträge. Dann schießt der Staat nichts hinzu.

Bei den Versicherungen läuft während der Ausbildung noch einiges bei den Eltern mit. Etwa Krankenversicherung und Hausrat. Junge Singles und Familien sollten ihn nur bei höherem Wohn-Standard versichern. Wer Familie hat, sollte für die Ausbildung der Kinder vorsorgen.

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