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Altria will sich möglicherweise aufspalten

Der weltgrößte Zigarettenkonzern und führende US-Lebensmittelhersteller Altria will sich möglicherweise in zwei bis drei starke unabhängige Einheiten aufspalten. Dies hat Konzernchef Louis Camilleri am Donnerstag in New York erklärt.

dpa-afx NEW YORK. Der weltgrößte Zigarettenkonzern und führende US-Lebensmittelhersteller Altria will sich möglicherweise in zwei bis drei starke unabhängige Einheiten aufspalten. Dies hat Konzernchef Louis Camilleri am Donnerstag in New York erklärt. Er rechnet damit, das die Gesellschaft das obere Ende des Gewinnziels von 4,55 Dollar bis 4,60 Dollar je Aktie für 2004 erreichen dürfte.

Altria dominiert mit seiner US-Zigarettentochter Philip Morris USA den amerikanischen Zigarettenmarkt und ist mit der Philip Morris International auch der Marktführer im globalen Zigarettengeschäft. Die wichtigste Zigarettenmarke des Unternehmens ist Marlboro. Daneben kontrolliert Altria aber auch Kraft Foods zu 85 Prozent. Zu Kraft gehören Marken wie Kraft, Philadelphia, Jacobs und Nabisco. Kraft liegt weltweit nach Nestle auf Platz zwei. Altria ist auch an dem internationalen Brauereikonzern Sabmiller beteiligt. Altria hatte im vergangenen Jahr 81,8 Mrd. Dollar umgesetzt.

Abspaltung VON Kraft Möglich

Wall-Street-Beobachter sehen die Möglichkeit einer vollständigen Abspaltung von Kraft und eine mögliche Trennung der amerikanischen und der internationalen Zigarettentöchter. Drei separate Firmen könnten möglicherweise mehr wert sein als der Gesamtkonzern.

Das Kursgewinnverhältnis von Altria unter Ausklammerung von Kraft zeige, dass die Tabakgeschäfte des Unternehmens im Vergleich zu den anderen Tabakfirmen erheblich unterbewertet seien. Man schaue deshalb nach Alternativen zur Maximierung des Shareholder Value. Dies schließe auch eine Trennung der Gesellschaft in zwei oder potenziell drei starke unabhängige Einheiten ein, betonte Camilleri.

Raucherklagen Belasten Gesamtkonzern

Die riesigen Raucherklagen belasten den Gesamtkonzern und Kraft. Ein völlige Trennung von Kraft könnte diesem Unternehmen helfen, weil es nicht mehr mit von den Schadenersatzforderungen der Raucherklagen tangiert wäre.

Man treffe die notwendigen Vorbereitungen, um für die Durchführung bereit zu sein, sobald das Klageumfeld dies zulasse. Camilleri gab sich im Hinblick auf wichtige Raucherklagen, wie die des US-Justizministeriums, die Engle-Klage in Florida und den Price-Fall in Illinois optimistisch.

Die Altria-Aktien schossen am Donnerstag um 8,46 Prozent auf 54,23 Dollar in die Höhe, und der Kraft-Kurs legte um 3,26 Prozent auf 34,52 Dollar zu.

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