Am 11. September waren Mobilfunknetze überlastet
Voicestream will Spezialdienst für US-Rettungskräfte anbieten

Mit einem speziellen Mobilfunkdienst will die US-Tochter Voicestream der Deutschen Telekom Rettungseinrichtungen in den USA schnellere Verbindungen ermöglichen.

Reuters WASHINGTON. Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC erteilte dem Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag eine Ausnahmegenehmigung, durch die es unverzüglich einen Prioritäts-Dienst für Rettungs- und Notfallkräfte anbieten kann. "Der Prioritäts-Zugang ist sehr wichtig, um die Kommunikationsbedürfnisse des Landes in Bezug auf die nationale Sicherheit und Einsatzbereitschaft bei Notfällen sicher zu stellen", sagte FCC-Vertreter Kevin Martin. Nach den Anschlägen vom 11. September in New York waren die Mobilfunknetze in der Notfallregion überlastet. Die US-Regierung drängt seitdem verstärkt auf die Einrichtung eines privilegierten Netzzugangs für Polizei, Ambulanz und Feuerwehr.

Voicestream steht nach eigenen Angaben unmittelbar vor Vertragsabschluss mit dem Nationalen Kommunikations-System (NCS) für den Prioritätsdienst. In diesem erhalten die angemeldeten Handy-Benutzer in einem überlasteten Netz die nächste freie Funkleitung, während gewöhnliche Anrufer am Ende einer Warteschlange eingereiht werden. Die Mobiltelefone der privilegierten Nutzer werden dazu mit einem besonderen Chip ausgerüstet, der den Dienst aktiviert.

Nach den Regeln der FCC hätte Voicestream privilegierten Anrufern die Einstellung der Priorität für jedes Gespräch einzeln ermöglichen sowie fünf Prioritäts-Stufen nach dem jeweiligen Dienstrang des Anrufers einrichten müssen. Dazu braucht Voicestream allerdings mehr Zeit. Die Ausnahmegenehmigung der Aufsichtsbehörde ermöglicht der Telekom-Tochter nun einen sofortigen Start ihres speziellen Dienstes. Sie gilt nach FCC-Angaben bis zum Jahresende, erlischt aber auch dann, wenn Voicestream bereits früher die geforderte Prioritätseinstufung für Einzelgespräche anbieten kann.

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