Am 24. September
Blair will Dossier über Saddams Waffen vorlegen

Der britische Premierminister Tony Blair will das von ihm angekündigte Dossier über das Waffenarsenal des Iraks am 24. September im Unterhaus vorlegen.

dpa/HB LONDON. Die Unterlagen sollen den Abgeordneten wenige Stunden vor einer Sondersitzung des Parlaments zugänglich gemacht werden, teilte die Downing Street am Donnerstagabend in London mit. Für die Sitzung, bei der es keine Abstimmung geben wird, wurden die Abgeordneten aus der parlamentarischen Sommerpause zurückgerufen, die offiziell noch bis Mitte Oktober dauert.

Von dem Inhalt des Dossiers wollen zahlreiche Abgeordnete ihre Meinungsbildung über eine britische Beteiligung an einem möglichen Militärschlag gegen den Irak abhängig machen. Kritiker eines Angriffs haben deutlich gemacht, dass sie von dem Dossier "klare Beweise" erwarten, dass der irakische Präsident Saddam Hussein eine "unmittelbare Bedrohung" für Großbritannien darstelle. Während die Regierung angedeutet hat, das Dokument stütze sich auf aktuelle Geheimdiensterkenntnisse und bringe "Beweise" für ein militärisches Vorgehen, bezweifeln Kritiker, dass es über den bekannten Wissenstand hinausgeht.

Vor der Ankündigung hatte Blair am Donnerstag mit den Parteiführern der Opposition und mit dem Vorsitzenden des außenpolitischen Unterhaus-Ausschusses, Donald Anderson, konferiert.

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