Am Dienstag zweiter Anlauf für eine gemeinsame Regierung
Barak und Scharon kommen zu keiner Verständigung

Israels Ministerpräsident Ehud Barak und der rechts-konservative Oppositionsführer Ariel Scharon haben sich am Montag nach Angaben eines Sprechers von Scharon nicht auf eine gemeinsame Regierung geeinigt.

Reuters JERUSALEM. Israels Ministerpräsident Ehud Barak und der rechts-konservative Oppositionsführer Ariel Scharon haben sich am Montag nach Angaben eines Sprechers von Scharon nicht auf eine gemeinsame Regierung geeinigt. Das Angebot von Barak sei nicht akzeptabel gewesen, sagte Silwan Schalom von Scharons Likud-Partei. Barak und Scharon hätten jedoch vereinbart, sich im Laufe des nächsten Tages erneut zu treffen. Schalom sagte, seine Partei bestehe darauf, dass Barak ihr "tatsächlichen Einfluss" auf die Nahost-Verhandlungen zugestehe. Scharon ist ein strikter Gegner von Baraks Friedenspolitik gegenüber den Palästinensern. Die jüngsten Unruhen mit bislang mindestens 127 Toten hatten sich an seinem Besuch des Tempelbergs im arabischen Teil Jerusalems entzündet.

Barak hat seit Juli keine Mehrheit mehr im Parlament. Er unternahm im Verlaufe der seit mehr als drei Wochen anhaltenden Unruhen bereits mehrere Versuche, mit Scharon eine Notstandsregierung oder eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Am Vortag hatte Barak eine Auszeit Israels im Friedensprozess angekündigt.

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