Am Donnerstag
Bush will Uno zum Handeln gegen Irak auffordern

US-Präsident George W. Bush will nach Informationen aus US-Regierungkreisen am Donnerstag in seiner Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNO) mit klaren Worten die UNO zum Handeln gegen Irak auffordern.

Reuters NEW YORK. Aus den Regierungskreisen verlautete am Mittwoch, Bush wolle deutlich machen, dass die Uno tätig werden müsse, um ihre Irak-Resolutionen durchzusetzen. Anderenfalls drohe die Weltorganisation Gefahr zu laufen, ihre Bedeutung zu verlieren. In der Folge könnten die USA dann eigenständig handeln. Den Kreisen zufolge, war noch unklar, ob Bush diese Konsequenz explizit darlegen werde.

Bush wirf Irak vor, nach Massenvernichtungswaffen zu streben. Bush will erklärtermaßen einen Regimewechsel in Irak und Präsident Saddam Hussein stürzen. Nach Angaben des US-Präsidialamtes soll am Donnerstag eine 22 Seiten umfassende, detaillierte Liste über die Missachtung von Uno-Resolutionen durch Irak veröffentlicht werden.

Bush wolle in seiner Ansprache deutlich machen, dass Saddam der gefährlichste Diktator ist. "Er wird alle seine Gründe darlegen", hieß es in den Kreisen weiter. "Die Uno ist ignoriert worden, und das ist ein Problem für die Vereinten Nationen." Bush sei weiterhin bereit, sich mit anderen Staaten abzustimmen, welche Maßnahmen gegen Irak ergriffen werden sollten. Bush hatte im Vorfeld seiner Rede eine diplomatische Offensive gestartet und dabei unter anderen auch allen anderen ständigen Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat (Russland, China, Frankreich, Großbritannien), die wie die USA ein Veto-Recht besitzen, konsultiert.

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