Am Donnerstag "kommt es knüppeldick"
Auf die Hitzewelle folgen Unwetter

Die Hitze hat Blitz und Donner im Gefolge. Über Deutschland toben sich Gewitter aus. Am Donnerstag droht ein Paukenschlag. Nach dem Westen und dem Norden ist jetzt der Süden und Osten dran.

Wiwo/ap FRANKFURT/MAIN. "Morgen kommt es knüppeldick", warnte am Mittwoch der Deutsche Wetterdienst in Offenbach. Regenstürme und Hagel richteten am Dienstagabend in Niedersachsen und Schleswig-Holstein Schäden an. In Nordbayern wurden für Mittwochabend Hagelschauer erwartet. Am Donnerstag sollen sich die Gewitter nach Osten ausbreiten, am Abend ist dann auch der Südosten dran.

Ein über Deutschland entstehendes eigenständiges Tief namens "Tracy" schiebt die feuchten und sehr warmen Luftmassen in die Höhe, wobei es vielerorts zu starkem Regen, Hagelschlag und Sturmböen kommen kann. Am Freitag soll sich die Lage entspannen, wenn die schwül-heiße Luft aus Deutschland abgedrängt wird. Dann wird es etwas kühler.

Der Dienstag war einer der heißesten Juni-Tage seit Beginn der Aufzeichnungen. In Frankfurt am Main wurden 37,5 Grad gemessen, in München 33,9 und in Hamburg 33,6 Grad, einen neuen Juni-Rekord gab es in Hannover mit 33,1 Grad.

Abendliche Gewitter wuchsen sich zu Unwettern aus. Auf Esens im niedersächsischen Landkreis Wittmund gingen tennisballgroße Hagelkörner nieder. Terrassen und Dächer wurden beschädigt, 15 Autos, darunter ein Streifenwagen, bekamen Dellen ab, wie die Polizei berichtete.

Bei einem Gewittersturm in Hannover fiel ein Baum auf drei Autos und ein Motorrad und richtete laut Polizeibericht einen Schaden von 60. 000 Euro an. Verkehrsschilder und Plakatwände wurden herumgewirbelt, zwei mobile Toilettenhäuschen wurden auf eine Straße geweht. Die Feuerwehr rückte 28 Mal aus. In Oldenburg erlitt ein Mädchen eine Gehirnerschütterung, als Windböen einen Verkaufsstand in Einzelteile zerlegten.

Im schleswig-holsteinischen Kreis Steinburg mussten 40 Bäume weggeräumt werden, ein umfallender Baum zertrümmerte ein Auto. Gullideckel wurden vom Wasser hochgedrückt. Bei Heide musste Feuerwehren 15 umgeknickte Bäume beseitigen. Auch Häuser wurden beschädigt.

Stellenweise fielen binnen einer Stunde 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Viele Keller liefen voll. Im Kreis Dithmarschen wurde ein Motorradfahrer schwer verletzt, als er in einen umgestürzten Baum hineinfuhr. In Kiel kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Bahnstrecke Hamburg - Kiel war zwischen Dauenhof und Wrist wegen umgestürzter Bäume stundenlang blockiert. Von 19.30 Uhr bis 23.00 Uhr konnten nach Angaben der Deutschen Bahn keine Züge fahren. Als Ersatz wurden Omnibusse eingesetzt.

In Nordrhein-Westfalen kam es im Raum Dortmund zu Gewittern mit Hagelschlag. Die Feuerwehr musste zahlreiche Keller auspumpen und umgestürzte Bäume beseitigen. In Mecklenburg-Vorpommern gab es einige Wärmegewitter. Im Kreis Nordwestmecklenburg fiel ein Baum auf ein unbesetztes Auto.

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