Am liebsten möchte die 27-Jährige alle fünf Rennen laufen
„Rotkäppchen“ will aufs Treppchen

Kati Wilhelm hat das Kribbeln erfasst. Die zweimalige Olympiasiegerin von Salt Lake City hat ihr Ziel fest vor Augen: Eine Medaille soll bei der Biathlon-WM im thüringischen Oberhof her.

HB OBERHOF. Im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen WM-Startern scheut das in Oberhof-"Sichtweite" im thüringischen Steinbach-Hallenberg wohnende "Rotkäppchen" auch kurz vor der WM die Öffentlichkeit nicht. "Warum soll ich allein zu Hause sitzen. Mir machen solche Gesprächsrunden Spaß", erklärte die Weltmeisterin von 2001 beim Sportstammtisch der Thüringer Erdgas- Versorgungsgesellschaft in Erfurt.

Selbstvertrauen und Zuversicht hat Kati Wilhelm beim Trainingslager im Südtiroler Ridnaun getankt. Dort war sie eine Woche länger als ihre Team-Kameradinnen und hatte dafür den Weltcup in Antholz bis auf das Massenstartrennen ausgelassen. "Bei mir hatte sich ein technischer Fehler eingeschlichen. Ich bin nicht mehr mit lang ausgreifenden Schritten gelaufen, habe dagegen versucht, meine Schrittfrequenz zu erhöhen und bin nicht mehr richtig auf dem Schnee geglitten", beschreibt sie die Ursachen für die fehlende Laufgeschwindigkeit, die sie in dieser Saison oft auf ungewohnte hintere Platzierungen im Weltcup-Feld verbannte.

Nach vielen Videoanalysen und mit dem Bemühen, sich beim Laufen immer auf die Technik zu konzentrieren, hat sie zu ihrem Erfolgsstil zurück gefunden. "Ich gleite jetzt wieder auf dem Schnee, wühle mich nicht mehr ein", beschreibt Kati Wilhelm die Veränderung. Dennoch hat sie kein optimales Gefühl. "Bei dem weichen und nassen Schnee und der tiefen Spur bin ich als relativ schwere Läuferin benachteiligt", erklärt sie. "Aber unsere Skitechniker waren jetzt länger als eine Woche in Oberhof, haben alles getestet. Ich hoffe, dass wir auf dem Materialsektor keinen Nachteil haben werden."

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