Am Mittwoch noch keine Insolvenz
Verhandlungen bei Premiere gehen weiter

Nach dem Insolvenzantrag für die KirchMedia droht auch dem Bezahlsender Premiere weiterhin die Pleite. Allerdings stellte die KirchPayTV am Mittwoch entgegen den Spekulationen keinen Insolvenzantrag. Die Gespräche mit allen Gesellschaftern und mit Banken dauerten weiter an, sagte ein Premiere-Sprecher. An den Gesprächen nehme auch Rupert Murdochs BSkyB als ein Gesellschafter teil.

dpa MÜNCHEN. Bei den Beratungen um den Bezahlsender Premiere ging es am Mittwoch vor allem um die Frage, ob eine Lösung mit oder ohne Insolvenzantrag sinnvoller ist. In Kirch-Kreisen rechnet man weiter damit, dass der Abo-Sender von Murdoch übernommen werden könnte. Es sei dabei noch immer wahrscheinlicher, dass zuvor ein Insolvenzantrag gestellt werde. Allerdings sei eine Übernahme auch ohne Insolvenzantrag vorstellbar.

BSkyB hatte am Dienstag ein Interesse an Premiere dementiert. Möglich wäre aber auch eine Übernahme durch eine andere Gesellschaft Murdochs. Der Konzern Mediaset des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ist nach eigenen Angaben nicht an Premiere interessiert. "Wir dementieren jede Annahme, dass wir in Pläne, die das deutsche PayTV Premiere betreffen, eingebunden sind", teilte das Medienunternehmen in Italien mit.

Die beiden Sanierungsexperten und neuen Geschäftsführer der KirchMedia, Wolfgang van Betteray und Hans-Joachim Ziems, holen sich bei ihren Aufräumarbeiten Hilfe von dem Unternehmensberater Roland Berger. Die Unternehmensberatung Berger solle detailliert nach Möglichkeiten zur Kostensenkungen suchen und ein Sanierungskonzept vorlegen.

Ziel der Restrukturierung sei es, das Unternehmen als Ganzes zu erhalten und innerhalb kürzester Zeit tragfähige und zukunftssichere Strukturen für den Einstieg potenzieller Investoren zu schaffen, teilte die KirchMedia mit.

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