Am Neuen Markt greift ab heute das neue Regelwerk
Dax etwas schwächer erwartet

Der Leitindex Dax wird am Montag das vierte Quartal des Börsenjahres voraussichtlich mit leichten Verlusten beginnen. Das Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz stellte den DAX vorbörslich um 8.25 Uhr bei 4 295 Punkten fest.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Aktien hatten die vergangene Handelswoche mit deutlichen Gewinnen beendet. Der Dax stieg um 2,95 % auf 4 308,15 Punkte. Auch am Neuen Markt kletterte der Nemax 50 um 6,70 % auf 802,28 Zähler. Der MDax der 70 mittelgroßen Werte verbesserte sich um 2,58 % auf 3 971,71 Stellen.

Die Vorgaben aus Übersee waren positiv: Die asiatische Leitbörse in Tokio schloss am Montag mit Gewinnen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg um 2,02 % auf 9 972,20 Zähler. Der Index der 30 US-Standardwerte, der Dow Jones Industrial Average , ging am Freitag mit einem Plus von 1,91 % bei 8 847,56 Punkten aus dem Handel. Der marktbreitere S&P 500-Index gewann 2,19 % auf 1 040,94 Zähler. Der Nasdaq Composite-Index stieg um 2,61 % auf 1 498,80 Punkte. Auch der Nasdaq 100-Index der 100 wichtigsten Nasdaq-Titel kletterte 2,11 % auf 1 168,37 Punkte.

Von der Konjunkturseite werden am Montag wichtige Daten erwartet: In den USA steht der Einkaufsmanager-Index an. Volkswirte versprechen sich von dem Frühindikator Aufschluss über den Stand der wirtschaftlichen Abwärtsentwicklung in den Vereinigten Staaten. Erste Aussagen, inwieweit die Anschläge zu einem Stimmungseinbruch in der europäischen Wirtschaft geführt haben, versprechen sich Experten von den Einkaufsmanager-Indices für die Eurozone und Großbritannien. Die Erhebung fiel vollständig in den Zeitraum nach den Attentaten auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11. September.

Die Deutsche Bank bleibt auch nach der Übernahme des amerikanischen Vermögensverwalters Scudder auf Partnersuche. Die Expansion sei "noch lange nicht beendet", sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf. E. Breuer, dem Handelsblatt. Die "aggressive Partnersuche" gehe weiter.

Am Neuen Markt dürfte der Titel von Intershop Communications AG stehen. Der Software-Hersteller hat die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2001 auf 80 Mill. ? nach unten revidiert und Einsparungen angekündigt. Die bisherige Umsatzprognose sei auf Grund der "anhaltenden makroökonomischen Schwäche und der zurückhaltenden Unternehmensausgaben im IT-Bereich" nicht zu halten, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit.

Zudem soll das viel diskutierte, neue Regelwerk für den Neuen Markt von heute an greifen. Mindestens 40 "Penny-Stocks" vorwiegend aus der Internet- und Softwarebranche droht wegen der Einführung der verschärften Regeln schon bald der Ausschluss vom Neuen Markt . 40 weitere Firmen, die derzeit zwischen 1 und 2 ? notieren, stünden "auf der Kippe", sagte der New Economy-Experte Markus Straub von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK). Die US-Technologiebörse Nasdaq lockerte dagegen ihre Delisting-Regeln.

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