Am oberen Ende der Erwartungen
FMC erwirtschaftet mehr Gewinn

Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) hat für 2001 ein Ergebnis nach Steuern von 245 Millionen Dollar ausgewiesen und lag damit am oberen Ende der eigenen Erwartungen.

rtr BAD HOMBURG. Den Umsatz bezifferte FMC am Dienstag in Bad Homburg mit 4,86 Mrd. Dollar nach 4,2 Mrd. Dollar im Jahr 2000. FMC gehe davon aus, dass zusätzlich zu den im vierten Quartal 2001 gebildeten Rückstellungen zur Beilegung von US-Rechtsstreitigkeiten keine weiteren Aufwendungen in diesem Zusammenhang entstünden. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Jahresüberschuss von über 350 Mill. Dollar erwartet.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sonderaufwendungen verbesserte sich FMC zufolge im Jahr 2001 auf 644 Mill. Dollar von 621 Mill. Dollar im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie vor Sonderaufwendungen wies der Dialysekonzern mit 2,53 Dollar aus nach 2,37 Dollar im Jahr 2000. Auf der Hauptversammlung am 22. Mai wolle der Vorstand eine Erhöhung der Dividende je Stammaktie auf 0,85 (Vorjahr: 0,78) Euro und je Vorzugsaktie auf 0,91 (0,84) Euro vorschlagen, hieß es.

FMC hatte Mitte Februar für das vierte Quartal Sonderrückstellungen von 258 Mill. Dollar vor Steuern angekündigt und ein entsprechend bereinigtes Nachsteuerergebnis für 2001 zwischen 240 und 245 Mill. Dollar in Aussicht gestellt. Unter Einbeziehung dieser Sonderrückstellungen und der dazugehörigen Aufwendungen des Vorquartals in Höhe von sieben Mill. Dollar liege der Jahresüberschuss 2001 bei 63 Mill. Dollar, teilte FMC am Dienstag mit. Das Ebit vor Sonderaufwendungen belaufe sich auf 379 Mill. Dollar und das entsprechende Ergebnis pro Akie auf 0,65 Dollar.

Für das Geschäftsjahr 2002 geht FMC nach eigenen Angaben von einem organischen Umsatzwachstum von rund sechs Prozent aus. Auf die Investitionen in Argentinien erwartet der Dialysekonzern trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation "keinen maßgeblichen Abschreibungsbedarf". Ohne Argentinien rechnet FMC mit einem Umsatzplus von rund acht Prozent.

Die Sonderrückstellungen aus dem vierten Quartal seien vorrangig für mögliche Steuerverpflichtungen der übernommenen W.R. Grace-Tochtergesellschaft National Medical Care (NMC) und für die Beilegung von Auseinandersetzungen mit privaten US-Krankenversicherern vorgesehen, hatte FMC im Februar mitgeteilt. Aus der Verschmelzung von NMC mit dem Dialysebereich der Fresenius AG war 1996 der Dialysekonzern FMC entstanden.

Die im MDax gelistete FMC-Muttergesellschaft Fresenius AG wies am Dienstag für 2001 ein Ebit von 797 Mill. ? nach 756 Mill. ? im Vorjahr aus. Der Jahresüberschuss wurde nach Angaben des Konzerns von den Rückstellungen der Dialysetochter belastet. Bereits im Februar hatte Fresenius das Ergebnis nach Steuern mit 179 (Vorjahr: 266) Mill. ? Euro beziffert. Der Jahresüberschuss vor außerordentlichem Ergebnis stieg nach Angaben vom Dienstag auf 369 Mill. ? von 266 Mill. ? im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie nach Gewinnanteilen Dritter betrage 2,02 ? nach 3,05 ? im Jahr 2000, hieß es. Der Konzernumsatz 2001 kletterte auf 7,3 Mrd. ? von 6,1 Mrd. ? im Vorjahr.

Die FMC-Aktien legten am Vormittag gegen den Trend um rund ein Prozent auf 62,10 ? zu. Die Anteilsscheine von Fresenius stiegen um 3,79 Prozent auf 84,30 ?. Der MDax notierte zur selben Zeit behauptet.

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