"Am positiven Martktumfeld hat sich nichts geändert"
Dax-Ausblick: Analysten raten zum defensiven Verhalten

Der deutsche Aktienindex Dax hat eine turbulente Woche hinter sich: Die ersten belastenden Impulse gingen schon von den US-Arbeitsmarktdaten - die Arbeitslosenquote erreichte den niedrigsten Stand seit 30 Jahren - und der unerwarteten EZB-Zinsentscheidung aus. Auch setzten Sorgen über die Gewinnentwicklung der Unternehmen insbesondere die Technologie-Werte unter Druck: Unternehmensmeldungen von Motorola, Yahoo und Lucent enttäuschten. In der Folge verlor auch der Dax in der vergangenen Woche 4,6 % und setzte somit seine Talfahrt fort.

In den vergangenen vier Wochen ist der Dax um über 10% und der Nemax 50 um über 30% gefallen. Von Montag, den 9.10. bis Donnerstag, den 12.10. verloren auch andere Marktplätze: Der Dow Jones 5,3%, der Nasdaq 8,3% und der EuroStoxx50 4,1%.

Zeichen einer kleinen Erholung am Donnerstag wurden von der Krise im Nahen Osten wieder wett gemacht: Der Ölpreis stieg auf den höchsten Stand seit 10 Jahren - die Börsen brachen wieder ein.

GZ-Bank: "Stimmung wird sich nicht entscheidend bessern"

Nach Einschätzung von Analysten der GZ-Bank wird sich die Stimmung an den Weltbörsen auch in der kommenden Woche "nicht entscheidend verbessern". Der Markt werde in seiner volatilen Verfassung bleiben, so die Einschätzung der GZ-Bank. Als Gründe werden der hohe Ölpreis, der labile Eurokurs, noch anstehende Veröffentlichungen von Unternehmenszahlen und die Krise im Nahen Osten genannt.

Auch wenn die jüngsten Kursentwicklungen übertrieben seien, raten die GZ-Bank-Analysten dem Investoren, sich in der kommenden Woche defensiv zu verhalten. Charttechnisch befänden sich alle Indizes auf einem kritischen Niveau. Im Dax sollte das Range zwischen 6.300 und 6.200 Punkten gehalten bzw. verteidigt werden, so die GZ-Bank. Die GZ-Bank empfiehlt die Aktien der Bayer AG zum Kauf.

Naher Osten und damit der Ölpreis "großer Unsicherheitsfaktor"

Für die Analysten der Commerzbank sind die Veröffentlichungen der Quartalszahlen zahlreicher Unternehmen entscheidend für die weitere Entwicklung des Dax. Am positiven Börsenumfeld, so die Commerzbank, habe sich dagegen nichts geändert. Als Gründe nennt sie die starke Exportnachfrage als Folge der Euro-Schwäche, eine günstige Einkommensentwicklung bei steigender Beschäftigung und die guten Ertragszahlen der Unternehmen. Der große Unsicherheitsfaktor: die Entwicklung des Ölpreises durch die Entwicklung im Nahen Osten.

Die Commerzbank-Analysten empfehlen für die kommende Woche eine defensive Haltung bei Neuengagements. Aktien von Daimler-Chrysler und Siemens stehen bei der Commerzbank auf ?Kaufen?.

Die folgende Tabelle zeigt die strategischen Empfehlungen der Oppenheim Research GmbH für ausgewählte Dax-Werte:



Oppenheim Research GmbH

DAX-30-WerteEinschätzungEPSDividende pro Aktie
  00e01e00e
adidas-SalomonKaufen4,004,751,43
Allianz HoldingHalten9,209,501,40

BASF

Kaufen3,003,701,17

Bayer

Kaufen2,483,001,10

Bayer.HypoVereinsb

.
Zukaufen2,763,991,11

BMW

Halten1,501,900,42

Commerzbank

Halten2,062,290,93

DaimlerChrysler

Kaufen6,507,002,40
Degussa-HülsHalten2,663,121,00

Deutsche Bank

Kaufen4,276,041,45
Deutsche TelekomHalten0,010,220,61
Dresdner BankZukaufen1,512,121,05

E.ON

Zukaufen2,442,611,30

Epcos

Halten3,563,940,00
Fresenius Med.CareZukaufen0,841,040,72

Henkel

pref.
Zukaufen3,163,611,03

Infineon

Zukaufen1,341,440,00
Karstadt QuelleHalten1,451,860,68

Linde

Kaufen2,513,021,15

Lufthansa

Kaufen1,191,750,50

MAN

Kaufen2,502,800,92

Metro

Halten0,901,091,07
Münchner RückHalten5,756,501,00
PreussagKaufen2,402,430,88

RWE

Kaufen2,241,971,00

SAP

pref.
Zukaufen2,163,450,67

Schering

Kaufen1,792,170,83

Siemens

Kaufen4,345,111,20
Thyssen KruppHalten0,861,400,70

VW

Kaufen3,854,400,82
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