Am Sonntag spielen Verfolger Dortmund und Bremen
Bayern lässt in Bielefeld Federn

Der drohende Alleingang des FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga ist vorerst gebremst. Der deutsche Rekordmeister musste sich am Samstag mit einem 0:0 bei Aufsteiger Arminia Bielefeld zufrieden geben.

HB/dpa NÜRNBERG. Damit haben die erst am Sonntag spielenden Verfolger Werder Bremen und Borussia Dortmund die Chance, wieder näher an den Spitzenreiter heranzukommen. Der FC Schalke 04 kam nur zu einem 2:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern und verpasste damit den Sprung auf Platz zwei. Trotz des überraschenden Punktgewinns fielen die Pfälzer auf den letzten Platz zurück. Wichtige Siege im Kampf gegen den Abstieg verbuchten Energie Cottbus (2:1 gegen VfL Bochum) und Hannover 96 (1:0 bei 1860 München).

Der 19. Spieltag wird am (morgigen) Sonntag mit den Begegnungen Hamburger SV - Werder Bremen und Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen (jeweils 17.30 Uhr) abgeschlossen. Dabei können Werder und der BVB mit Siegen den Rückstand auf die Münchner auf sechs bzw. sieben Punkte verkürzen. Die für Samstag vorgesehene Partie Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg wurde wegen Unbespielbarkeit des Rasens am Bökelberg abgesagt. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Die durch eine Grippewelle geschwächten Bayern kamen auf der Bielefelder "Alm" mehr als einmal in Bedrängnis und am Ende zu einem glücklichen Punktgewinn. Doch ein Treffer wollte den schwungvoll stürmenden Arminen gegen Oliver Kahn nicht gelingen. Damit verteidigte der Nationaltorhüter seine stolze Serie und ist jetzt seit 713 Minuten ohne Gegentor.

Harry Koch rettet FCK das Remis

Zwei Tore von Victor Agali schienen Schalke 04 gegen einen lange Zeit ebenbürtigen 1. FC Kaiserslautern auf die Siegerstraße gebracht zu haben. Der Nigerianer erzielte in der 5. Minute die Führung und traf nach dem Ausgleich durch Tomasz Klos (31.) auch zum 2:1 (69.) für die "Königsblauen", die den ersten Heimsieg seit Oktober in der Schlussphase noch aus der Hand gaben. Harry Koch rettete dem FCK in der Nachspielzeit das verdiente 2:2.

Der zweite Rückrundensieg zum 3:1 gegen Hertha BSC lässt den VfB Stuttgart sogar von einem Champions-League-Platz träumen. Ioannis Amanatidis nutzte in der 28. Minute eine der wenigen Chancen zur Führung für die Schwaben, die Aleksander Hleb (69.) ausbaute. Erst zehn Minuten vor Schluss gelang dem Brasilianer Marcelinho der Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit stellte Viorel Ganea den alten Abstand wieder her.

Nach dem zweiten Sieg in Folge schöpft Energie Cottbus im Kampf um den Klassenverbleib wieder Hoffnung. Die Lausitzer bezwangen den VfL Bochum durch Tore von Laurentiu Aurelian Reghecampf (2.) und Andrzej Juskowiak (82.) mit 2:1 und gaben die "Rote Laterne" des Schlusslichts an den 1. FC Kaiserslautern ab. Dagegen wurde der Vormarsch von Aufsteiger Bochum, der erst in der Nachspielzeit durch Thordur Gudjonsson zum Anschlusstor kam, gestoppt.

Löwen wieder auf den Boden der Tatsachen

Eine Woche nach dem 4:1-Auswärtssieg in Rostock hat Aufsteiger Hannover 96 die Münchner "Löwen" wieder auf den Boden zurückgeholt. Nebojsa Krupnikovic (26.) erzielte das Tor zum 1:0 gegen die Sechziger, die zu ideenlos gegen das Tor der Niedersachsen anrannten. Auch der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Chinese Jiayi Shao konnte dem TSV 1860 nicht mehr zum Erfolg verhelfen.

Der 1. FC Nürnberg verpasste mit dem 0:1 gegen den Tabellen- Nachbarn Hansa Rostock die Chance, sich ins Mittelfeld der Tabelle abzusetzen. Rade Prica (42.) erzielte das entscheidende Tor für die mit sechs Schweden in der Startelf angetretenen Mecklenburger. Damit sorgte Rostock für ein Bundesliga-Novum: Noch nie hatte eine Mannschaft bisher sechs Gastarbeiter aus einem Land gleichzeitig aufgeboten.

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