Am Tag nach dem Knall: Springer und Kirch hüllen sich in Schweigen

Am Tag nach dem Knall
Springer und Kirch hüllen sich in Schweigen

Einen Tag nach der öffentlichen Auseinandersetzung über den Verkauf von Pro  Sieben  SAT. 1-Anteilen erklärten beide Unternehmen, sie hätten ihren Einschätzungen nichts mehr hinzuzufügen.

dpa MÜNCHEN. Einen Tag nach der öffentlichen Auseinandersetzung über den Verkauf von Pro  Sieben  SAT. 1-Anteilen haben sich die Kirch-Gruppe und der Axel Springer Verlag in Schweigen gehüllt. Beide Unternehmen erklärten am Donnerstag, sie hätten ihren Einschätzungen vom Vortag nichts hinzuzufügen.

Der Springer-Verlag hatte am Mittwoch darauf bestanden, eine mit der Kirch-Gruppe vereinbarte Verkaufsoption auszuüben und das 11,5- Prozent-Paket an dem Fernsehkonzern für dem Vernehmen nach etwa 770 Millionen Euro (1,5 Mrd. DM) an die KirchGruppe zu veräußern. Kirch erklärte die Option umgehend für juristisch unwirksam und kündigte rechtliche Schritte an. Springer entgegnete, eine juristische Anfechtung der Vereinbarung werde keinen Bestand haben. Beide Unternehmen gingen damit auf direkten Konfrontationskurs.

Die Forderung des bisherigen Partners Springer bringt das Imperium von Leo Kirch finanziell weiter unter Druck. Wegen Schulden in Höhe von etwa fünf bis sechs Milliarden Euro und Ertragsrückgängen im Kerngeschäft wurde zuletzt über eine mögliche finanzielle Schieflage spekuliert. Die Kirch-Gruppe drängte darauf, einen Teil des Kaufpreises für das Pro Sieben SAT. 1-Paket mit Anteilen an der Kirch-Media zu bezahlen.

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