Am Tag nach dem missglückten Putschversuch
Lage in Zentralafrikanischer Republik weiterhin angespannt

dpa NAIROBI/BANGUI. Einen Tag nach dem missglückten Putschversuch in der Zentralafrikanischen Republik herrschte dort am Dienstag angespannte Ruhe. Präsident Ange-Felix Patasse verhängte eine Ausgangssperre über die Hauptstadt Bangui. Einige Anwohner berichteten von vereinzelten Schüssen aus dem Süden der Stadt, wo sich weitere rebellierende Soldaten aufhalten sollen. Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen bezeichneten die Situation als "weiterhin verwirrend".

Bei den Gefechten zwischen den Aufständischen und Präsidentengarden sollen nach Angaben örtlicher Krankenhäuser mindestens zwölf Menschen, darunter auch Zivilisten, umgekommen sein. Die Soldaten hatten am Montag den Präsidentenpalast im Zentrum der Stadt angegriffen. Patasse und seine Familie befänden sich unter starker Bewachung in der Residenz. Sie seien unverletzt, erklärte Regierungssprecher Prosper Ndouba. Er beteuerte, regierungstreue Militärs hätten die Lage unter Kontrolle. Zeugen berichteten dagegen, im von der Opposition geprägten Süden der Stadt hielten sich weitere rebellierende Soldaten auf. Sie würden von der Bevölkerung unterstützt.

In den vergangenen Jahren ist die Regierung von Präsident Patasse immer unbeliebter geworden. Die Bevölkerung leidet unter der zunehmenden Verelendung des Landes, dessen reichhaltige Vorkommen an Diamanten, Uran und Edelhölzern ihr selbst nie zugute kommen.

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