Am Tag nach Vorlage der Quartalszahlen
Analysten strafen Siemens ab

Nach den schlechten Quartalszahlen haben die Analysten reagiert: Goldman Sachs, Dresdner Kleinwort Wasserstein und LBBW stuften die Titel herab, UBS Warburg senkte das Kursziel deutlich auf 100 Euro.

Reuters LONDON. Die Investmentbank Goldman Sachs hat seine Gewinnschätzungen für den Münchener Technologiekonzern Siemens gesenkt, seine Einstufung für die Aktie aber bestätigt. Den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2000/01 (zum 30. September) schätzt Goldman Sachs nun auf 4,15 Euro und damit zwölf Prozent niedriger als bisher, teilte die Investmentbank am Freitag in London mit.

Allein im Handy-Geschäft erwarte Goldman Sachs im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust von 440 Millionen Euro. Im Festnetzgeschäft werde der Gewinn um mehr als 75 Prozent auf 129 Millionen Euro sinken. Die Ergebniserwartungen für 2001/02 senkte Goldman Sachs am Tag nach der Vorlage der Siemens-Zahlen für das erste Halbjahr um 14 Prozent auf 5,45 Euro. Die Einstufung der Aktie als "Market Performer" werde aber beibehalten, hieß es weiter.

LBBW stuft Siemens auf "Marketperformer" herab

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat die Siemens-Aktie auf "Marketperformer" von zuvor "Outperformer" herabgestuft. Erst ab dem Jahr 2002 sei bei Siemens wieder mit einer verbesserten Ergebnisentwicklung zu rechnen, urteilten die LBBW-Analysten am Freitag.

Belastet würde das Konzernergebnis vor allem durch die Technologie-abhängigen Unternehmensbereiche. Auch die anderen Unternehmenssparten wie das Industriegeschäft oder die Bereiche Finanz- und Immobilien könnten dies nicht ausgleichen, hieß es.

UBS Warburg reduziert Kursziel auf 100 Euro

Die Investmentbank UBS Warburg hat ihre Empfehlung "Halten" zwar beibehalten, nahm aber ihr Kursziel für die Aktie deutlich zurück. Das neue Kursziel liege bei 100 Euro nach zuletzt 112 Euro, teilte Warburg am Freitag in London mit. Weitere Informationen dazu waren zunächst nicht erhältlich. Auf "reduce" von "hold" senkte zudem Dresdner Kleinwort Wasserstein ihre Einstufung. Die Investmentbanker zeigten sich überrascht über den Rückgang des Ebitda-Wachstums in den Bereichen Auto, Control und Osram.

Siemens hatte am Donnerstag einen Gewinnrückgang um elf Prozent für das abgelaufene Quartal gemeldet und den Abbau von weiteren 3 500 Stellen im Mobilfunk- und Netzwerkgeschäft angekündigt.

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