Amazon bewahrt Internet-Werte vor Verlusten: Kurse am Neuen Markt fahren Achterbahn

Amazon bewahrt Internet-Werte vor Verlusten
Kurse am Neuen Markt fahren Achterbahn

Das Auf und Ab am Neuen Markt geht weiter. Nach kurzzeitigen Gewinnen auf breiter Basis konnten sich bis zum Abend nur noch Internet-Aktien leicht im Plus halten. Der Nemax notierte 0,3 Prozent schwächer bei 1 102 Punkten, der Nemax 50 lag sogar 1,1 Prozent im Minus bei 1 151 Zählern.

FRANKFURT/M. Institutionelle Anleger sind am Dienstag an den Neuen Markt zurückgekehrt: Mehr als ein Drittel des gesamten gehandelten Volumens konzentrierte sich auf fünf Werte aus der ersten Reihe. Doch eine klare Tendenz war dennoch nicht zu erkennen. Nach einem schwachen Start drehten die Indizes am frühen Nachmittag deutlich ins Plus, um gegen Abend die Tagesgewinne wieder vollkommen abzugeben.

Vor allem der US-Internet-Händler Amazon hatte kurzzeitig für gute Stimmung gesorgt. Erstmals konnte das Unternehmen einen Quartalsgewinn melden. Das bewahrte am Neuen Markt die Kurse der zuletzt ungeliebten Branchenvertreter davor, mit dem Gesamtmarkt ins Minus zu drehen. Amazon-Wettbewerber Buch.de gewann 2 % auf 1,07 Euro, typische Branchenvertreter wie Pixelpark , die 1,3 % auf 6,18 Euro zulegten, Broadvision (+ 1 % auf 3,10 Euro) und T-Online mit einem Plus von 1,3 % auf 12,14 Euro profitierten von der Hoffnung, dass sich im Netz doch Geld verdienen lässt. Trotzdem es ist weiterhin Vorsicht geboten: Zu unterschiedlich sind die Geschäftsmodelle, zu unterschiedlich die Qualitäten des Managements, als dass aus dem Ergebnis von Amazon, das zudem vom lukrativen Weihnachtsgeschäft geprägt war, die Wende für den gesamten Internetbereich abgeleitet werden könnte.

Rund ein Siebtel des gesamten Handelsvolumens konnte allein Aixtron am Dienstag auf sich vereinigen. Allerdings erwies sich die Verkäuferseite als stärker. Das Papier notierte am Abend gut 6 % im Minus bei 24,17 Euro nachdem die Analysten von ABN Amro die Aktie auf "Reduzieren" heruntergestuft und einen fairen Wert von 19 Euro errechnet hatten.

Aus der zweiten Reihe konnte am Dienstag die Kleindienst-Aktie überzeugen. Sie legte 13,1 % auf 3,46 Euro zu, nachdem der Anbieter von Finanzsoftware einen Auftrag der nigerianischen Zentralbank mit einem Volumen von 9,3 Mill. Euro gemeldet hatte. Zumindest scheint es dieses Mal im Vorfeld der Veröffentlichung keine undichten Stellen gegeben zu haben. Vor der Präsentation der letzten, positiven Quartalszahlen im November war der Kurs regelrecht explodiert.

Unbeeindruckt zeigten sich die Anleger von den jüngsten Ergebnissen der FJA AG . Der Anbieter von Versicherungs-Software hatte mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen von 20,6 Mill. Euro und einem Umsatz von 112 Mill. Euro die eigenen Erwartungen leicht übertroffen. Die Aktie hielt sich aber relativ konstant bei 50,45 Euro. Die Anleger scheinen bei FJA allgemein mit ruhiger Hand zu agieren. Denn das Papier gehört zu den wenigen, die zurzeit etwa auf dem gleichen Niveau wie vor zwölf Monaten notieren.

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