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AMB Generali bestätigt 2004er-Ausblick - Erstes Halbjahr 'erfreulich'

Nach teils schwächer als erwartet Quartalszahlen hat der drittgrößte deutsche Erstversicherer AMB Generali die Gewinnprognose für 2004 bestätigt. "Ein Konzerngewinn von mindestens 200 Mill. € für das laufende Jahr ist realistisch", sagte Vorstandschef Walter Thießen am Donnerstag in Aachen. Zudem will der zur italienischen Generali-Gruppe gehörende Versicherer sein operatives Geschäft verbessern. Das Beitragsaufkommen dürfte dagegen sinken.

dpa-afx AACHEN. Nach teils schwächer als erwartet Quartalszahlen hat der drittgrößte deutsche Erstversicherer AMB Generali die Gewinnprognose für 2004 bestätigt. "Ein Konzerngewinn von mindestens 200 Mill. ? für das laufende Jahr ist realistisch", sagte Vorstandschef Walter Thießen am Donnerstag in Aachen. Zudem will der zur italienischen Generali-Gruppe gehörende Versicherer sein operatives Geschäft verbessern. Das Beitragsaufkommen dürfte dagegen sinken.

"Unsere Personenversicherer sind entscheidende Motoren des Wachstums und erfolgreicher als die Branche", sagte Thießen. Die AMB-Generali-Aktie legte bis zum Mittag 0,03 % auf 57,75 ? zu. Der Mdax legte zeitgleich um 0,79 % auf 4 788,53 Zähler zu. "Alles in allem sind die Zahlen eine leichte Enttäuschung", heißt es in einer Studie der Hypovereinsbank. HVB-Experte Lucio Di Geronimo bestätigte nach den Zahlen seine "Neutral"-Bewertung der Aktie. Das Kursziel sieht er weiter bei 65 ?.

AMB Will Weiter Sparen UND Stellen Streichen

"Ausschlaggebende Faktoren für den erfreulichen Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr waren eine überdurchschnittliche Beitragsentwicklung in der Lebens- und Krankenversicherung sowie ein deutlich verbessertes Kapitalanlageergebnis", hieß es in der Mitteilung. Im Jahresvergleich schwang sich AMB Generali wieder in die Gewinnzone auf und erzielte einen Gewinn von 111 Mill. ? (Vorjahr: minus 115 Mio Euro).

Die Gesamtbeiträge stiegen um 2,1 % auf 6,2 Mrd. ?. Auch operativ erzielte AMB Generali Gewinne. Die Combined Ratio lag Ende Juni bei 99,8 %. Liegt diese kombinierte Schaden-Kosten-Quote unter 100 %, so arbeitet ein Versicherer operativ profitabel. Die Aachener Gesellschaft betonte, dass sie wie geplant weiter Kosten senken will. Der bis Ende 2005 geplante Stellenabbau von insgesamt 1 250 Arbeitsplätzen verlaufe planmäßig. Die Gruppe strich bisher bundesweit rund 1 070 Stellen, davon mehr als 300 in den ersten sechs Monaten dieses Jahres.

Als entscheidend für die Ergebnisentwicklung bezeichnete AMB Generali die "Vielfalt der Vertriebswege". "Deren Stärke zeigt sich insbesondere bei den Personenversicherern und dabei gerade in den beratungsintensiven Geschäftsfeldern der privaten Alters- und Gesundheitsvorsorge", hieß es. Unter dem Dach der AMB-Generali-Gruppe sind die Aachener und Münchener, Volksfürsorge, Generali, Cosmosdirekt, Central Krankenversicherung, Advocard Rechtsschutzversicherung, Deutsche Bausparkasse Badenia, Dialog und AMB Generali Asset Managers, versammelt.

Höheres Kapitalanlageergebnis UND Niedrigere Steuerlast

Über alle Segmente stiegen die Gesamtbeiträge der AMB-Generali-Gruppe in den ersten sechs Monaten auf 6,21 (Vorjahr: 6,08) Mrd. ?. Ohne Sparanteile der Fondsgebundenen Lebensversicherung und der Riester-Verträge wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge leicht auf 5,67 (5,62) Mrd. ?.

Einen großen Anteil an der Ergebnisentwicklung habe das stark verbesserte Kapitalanlageergebnis. Wegen einer im Jahresvergleich deutlich günstigeren Stimmung an den Aktienmärkten stiegen die Nettoerträge um 722 Mill. auf 1,74 Mrd. ?. Außerdem schrumpfte die Steuerlast auf 104 Mill. ?. Im ersten Halbjahr 2003 hatte der Versicherer für Steuern noch 589 Mill. ? aufgewendet.

Quartalsergebnisse

Im zweiten Quartal kletterte der Überschuss von 53 Mill. ? zwischen Januar und März auf 57,9 Mill. ?. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten allerdings mit einem Gewinn von 64 Mill. ? gerechnet. Im Vorjahr hatte AMB einen Verlust von 28 Mill. ? verbucht. Da das Ergebnis im Vorjahr durch Auflösung von stillen Reserven und Abschreibungen auf Finanzanlagen verzerrt, ist der Quartalsvergleich sinnvoller. Der Vorsteuergewinn fiel überraschend von 119 Mill. ? auf 96,2 (Prognose: 120) Mill. ?. Die Nettoprämien sanken wie erwartet im Quartalsvergleich leicht. Sie schrumpften von 2,56 auf 2,51 Mrd. ?.

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