AMD senkt erneut seine Umsatzprognose
PC-Markt bleibt weiter schwach

Der US-Halbleiterkonzern Advanced Micro Devices (AMD) hat erneut seine Prognose für das zweite Quartal gesenkt. Das Unternehmen, das vor allem Microprozessoren für den Einsatz in Personalcomputern herstellt, erwartet jetzt für das zweite Quartal nur noch einen Umsatz von rund 600 Mill. $. Bisher hatte das Unternehmen einen Umsatz von 620 bis 700 Mill. $ für die Zeit von April bis Ende Juni prognostiziert.

gil DÜSSELDORF. Dies ist die zweite Korrektur von AMD in kurzer Zeit. Erst vor zwei Wochen hatte der Hauptkonkurrent des Marktführers Intel seine Umsatzprognose für das zweite Quartal um rund ein Viertel gesenkt und einen erheblichen Verlust im operativen Bereich angekündigt. Bereits im ersten Quartal hatte AMD einen Verlust gemeldet.

Als Folge der schlechten Nachricht waren Technologiewerte an den Börsen allgemein auf Talfahrt. Im frühen Handel fielen an der New Yorker Börse die Aktien von AMD um mehr als 7 %. Der Titel des Chipherstellers Infineon sackte um gut 6 % ab. Analysten werteten die erneute Umsatzwarnung von AMD als Anzeichen, dass sich die erhoffte Erholung des PC-Marktes weiter hinauszögere. Karsten Iltgen von der WestLB Panmure sieht den PC-Markt weiter unter Druck. Brian Gammage vom Marktforschungsunternehmen Gartner Dataquest meint, dass sich der PC-Markt erneut schlechter als erwartet entwickelt habe. Dies betreffe sowohl die private als auch die Nachfrage der Industrie. Er erwartet eine allmähliche Erholung erst zum Jahresende, ein richtiges Wachstum werde es aber erst Mitte nächsten Jahres geben. Allerdings sei das zweite Quartal traditionell ein schlechtes Quartal und in diesem Jahr besonders schwierig.

Dies könnte auch Auswirkungen auf den deutschen Chiphersteller Infineon haben, den weltweit viertgrößten Hersteller von Speicherchips. Infineon wird in drei Wochen sein Quartalsergebnis vorlegen. Es wird allgemein erwartet, dass sich der schwache PC-Markt und die fallenden Preise auch auf das Ergebnis des Münchener Konzerns auswirken werden. Die Analysten von Morgan Stanley haben wegen der sinkenden Preise ihr Kursziel und die Gewinnprognose für die Infineon-Aktie bereits nach unten korrigiert.

Quelle: Handelsblatt

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