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AMD warnt vor weiteren Verlusten

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat für das dritte Quartal den ersten Verlust seit über einem Jahr ausgewiesen und warnte gleichzeitig vor einem erneuten Verlust im vierten Quartal.

rtr SAN FRANCISCO. AMD teilte am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit, der Nettoverlust habe im dritten Quartal 186,9 Mill. Dollar oder 54 Cent je Aktie betragen. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Reingewinn noch 408,6 Mill. Dollar oder 1,18 Dollar je Aktie erwirtschaftet. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem operativen Verlust, der nach Einschätzung von Analysten bei 21 Cent je Aktie liegen könnte. Die AMD-Aktie schloss vor der Veröffentlichung der Zahlen an der New Yorker Börse fast neun Prozent tiefer bei 9,66 Dollar.

Vor Sonderposten betrug der Verlust im dritten Quartal nach Unternehmensangaben 97,4 Mill. Dollar oder 28 Cent je Aktie, was sich mit den Erwartungen der von Thomson Financial/First Call befragten Analysten deckt. Der vergleichbare Gewinn vor einem Jahr habe 219,3 Mill. Dollar oder 64 Cent je Aktie betragen. Dazu waren den Angaben nach vor einem Jahr noch Sonderposten gekommen, 336,9 Mill. Dollar Ertrag aus dem Verkauf des Unternehmensteil Legerity und 22,9 Mill. Dollar Belastung aus der Tilgung von Schulden.

Der Quartals-Umsatz sei im Jahresvergleich 37 % auf 765,9 Mill. Dollar gefallen, hieß es weiter. Die Zahl der im Quartal abgesetzten Mikroprozessoren vom Typ Athlon und Duron habe mit 7,7 Mill. wie schon im Vorquartal einen Rekordwert erreicht, was AMD auch für das vierte Quartal erwarte. AMD teilte für das dritte Quartal weiter mit, der Umsatz der Speicherchip-Sparte sei im Vergleich zum zweiten Quartal 34 % auf 210 Mill. Dollar zurück gegangen und reflektiere die andauernde Nachfrageschwäche im Telekommunikationssektor sowie aufgeblähte Lagerbestände bei Großkunden.

Insgesamt werde der Umsatz im laufenden Quartal gleich bleiben oder im einstelligen Prozentbereich wachsen, teilte AMD mit. Dies reiche nicht aus, um die gegenwärtigen Kosten zu decken, so dass im vierten Quartal mit einen operativen Verlust zu rechnen sei.

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