AMD will „Megahertz-Mythos" knacken: Nächste Runde im Wettrennen um die schnellsten Chips

AMD will „Megahertz-Mythos" knacken
Nächste Runde im Wettrennen um die schnellsten Chips

Der US-Chiphersteller Intel brachte am Montag den bisher schnellsten Mikroprozessor auf den Markt. Gleichzeitig stellte auch Konkurrent AMD sein neues Vergleichsprodukt vor.

dpa-afx SANTA CLARA. Das Wettrennen um die schnellsten Mikroprozessoren geht in die nächste Runde. Intel Corp. präsentierte den mit 2,2 Gigahertz (GHz) bislang schnellsten Mikroprozessor der Produktfamilie "Pentium 4". Er könne 2,2 Milliarden Rechenanweisungen pro Sekunde ausführen, teilte der weltweit führende Hersteller von Mikroprozessoren mit. Wegen des Wechsels zu kleineren Strukturen beim Chipaufbau mit der so genannten 0,13-Mikrometer-Prozess-Technologie habe sich die Größe der Prozessoren um mehr als 30 Prozent verringern lassen. Mit der neuen Fertigungstechnologie ließen sich die Produktionskosten senken.

Der 2,2 GHz schnelle Pentium 4 sei ab sofort in 1000-er-Stückelung zum Preis von 562 US-Dollar pro Chip erhältlich. Zudem würden Computer mit dem neuen Mikroprozessor "von führenden Herstellern weltweit" angeboten.

AMD will "Megahertz-Myhtos" knacken

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices Inc. (AMD) hatte seinen neuen Mikroprozessor bereits am frühen Morgen vorgestellt. Der "Athlon XP 2000+" werde im Dresdner Werk produziert, teilte AMD mit. Er sei in 1.000-er-Stückzahlen zum Preis von 339 US-Dollar je Chip erhältlich.

Zur Rechengeschwindigkeit machte AMD keine Angaben in Megahertz (MHz). Das Unternehmen wolle mit seiner "True Performance Initiative" (TPI) einen neuen Standard zur Bewertung der Rechenleistung von Prozessoren durchsetzen und so den "Megahertz-Mythos" knacken, hieß es. Der "Athlon XP 2000+" läuft Presseberichten zufolge nur 1,67 MHz schnell, verwendet aber eine andere Chiparchitektur. Die tatsächlichen Leistungsunterschiede seien minimal, hieß es in Branchenkreisen.

Von Compaq seien Computer mit dem neuen "Athlon"-Prozessor sofort erhältlich. Zu den Herstellern, die Systeme mit dem neuen Chip anbieten wollen, zählen die Hewlett-Packard Co. und NEC Computers International.

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