Amelie Lux bleibt erneut blass
Segler haben plötzlich zwei heiße Eisen im Feuer

Unverhofft kommt oft: Der "Bayern-Express" von Kristin Wagner und der "49er mit Goldmast" von Marcus Baur liegen nach guten Ergebnissen in der Ägäis am Mittwoch urplötzlich aussichtsreich im Medaillenrennen. Spannung ist bis zum letzten Rennen am Samstag garantiert.

HB ATHEN. Steuermann Baur und sein Vorschoter Groy fuhren in der Ägäis mit den Rängen zwei, eins und acht am Mittwoch an die Spitze des Klassements. Im Yngling wahrte Steuerfrau Wagner zusammen mit ihren Vorschoterinnen Anna Höll (München) und Veronika Lochbrunner (Lindau) trotz eines Frühstarts die Medaillenchancen nach furioser Aufholjagd.

Drei Wettfahrten vor Ende der olympischen Serie in der Yngling-Klasse verbesserte sich das bayerische Trio trotz eines vorletzten Rangs im ersten Rennen des Tages durch Platz fünf in der Schlusswettfahrt auf Gesamtplatz vier. Neun Punkte fehlen auf den Bronze-Rang und 22 auf Gold. "Die Medaillen werden sicher erst in der letzten Wettfahrt am Samstag vergeben. Wer die besten Nerven hat, wird vorne sein", prognostizierte Wagner.

Neben Wagner verschafften Ex-Europameister Marcus Baur und sein neuer Vorschoter Max Groy der vor Athen scheinbar schon im Mittelmaß versunkenen deutschen Flotte den ersehnten Aufwind. Nach vier von 16 Wettfahrten haben sich die größten Hoffnungsträger der DSV-Equipe als Spitzenreiter eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um die Medaillen verschafft. "Wir hatten einen Bombenstart im ersten Rennen, eine taktische Meisterleitung im zweiten Rennen, alles in allem also einen Supertag", jubelte Baur und meinte: "Bei diesen Winden sind wir einfach tierisch stark." Die Wetterprognose spricht für den Olympia-Fünften von 2000 und seinen erst 22 Jahre alten Vorschoter Groy aus Fleckeby. Das Duo segelt in Athen mit dem Mast der Finnen Thomas Johanson und Jukka Piirainen, die 2000 in Sydney gewannen.

Alle anderen deutschen Starter mit Surffloh Amelie Lux (Kiel) an der Spitze blieben am fünften Wettfahrttag bei leichten Winden um 8 bis 12 Knoten glanzlos. Erst am Wochenende greifen der Olympia-Dritte Roland Gäbler (Tinglev) im Tornado und Alexander Hagen (Hamburg) im Starboot ins Geschehen im Saronischen Golf ein.

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