America West Holding profitiert von Heraufstufung: US-Notierungen bröckeln zum Handelsschluss ab

America West Holding profitiert von Heraufstufung
US-Notierungen bröckeln zum Handelsschluss ab

Günstige Umsatzzahlen des Einzelhandels verhalfen den US-Aktien zunächst zu deutlicheren Aufschlägen. Im späteren Verlauf bröckelten die Notierungen aber wieder von den frühen Hochs ab. Händler begründeten die Gewinnmitnahmen mit den anstehenden Quartalsberichten wichtiger Technologiefirmen.

bib/kjo/HB NEW YORK. Im frühen Geschäft profitierten die US-Aktien von den guten Umsatzzahlen des US-Einzelhandels. Im Tagesgeschäft ließen die Investoren jedoch wieder mehr und mehr Vorsicht walten. Zur Begründung verwiesen Teilnehmer auf die Quartalsbilanzen aus der Technologiebranche. Nach US-Börsenschluss wollten Intel und Juniper Networks ihre Zahlen präsentieren. Als Belastungsfaktor erwies sich im späten Geschäft darüber hinaus die schlechte Prognose des Investmenthauses Credit Suisse First Boston für den US-Computerhersteller Sun Microsystems. Die Bank erhöhte ihre Verlustvorhersage von 9 auf 14 Cents je Aktie von Sun Microsystems (Schlusskurs: -4,2 %).

Der Dow-Jones-Index beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,4 %, während der breiter gefasste S&P-500-Index um 0,7 % zulegte. Der Nasdaq-Composite endete mit einem Aufschlag von 0,5 %.

"Investoren, die geglaubt haben, dass sich die Wirtschaft schnell erholen wird, schichten ihre Mittel derzeit in etwas sicherere Werte um", erläuterte Joe Stocke von Stone-Ridge Investment Partners die anfangs freundlichere Entwicklung. "Dieser Trend sorgt für eine Aufwärtsbewegung bei den Nahrungsmittel-, Tabak- und Pharmawerten."

Positive Impulse steuerten die Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel bei. Die US-Regierung meldete, dass das Weihnachtsgeschäft relativ gut gelaufen sei. Den Angaben zufolge sind die Umsätze im Dezember gegenüber November nur um 0,1 % gesunken. Analysten hatten ein Minus von 1,4 % erwartet.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen sowie die Korrektur der November- Umsatzzahlen nach oben nähren die Hoffnungen, dass die Konsumentenausgaben im vierten Quartal relativ stabil geblieben sind. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnten die Unternehmen ihre hohen Lagerbestände abbauen. Neue Investitionen würden möglich, was der US-Wirtschaft aus der Rezession helfen könnte.

Stark gefragt waren Bankwerte. Die Citigroup gab bekannt, dass Robert Willumstad zum Präsidenten des US-Finanzkonzerns - die Position wurde neu erschaffen - ernannt wird. Bankenkreise gehen nun davon aus, dass Willumstad zum Nachfolger des derzeitigen Citigroup-Chefs Sanford Weill aufgebaut wird. Die Aktie legte 1,7 % zu.

Zu den prominenten Gewinnern gehörten auch Wells Fargo. Der Kurs kletterte um 5,2 %, nachdem das Unternehmen einen Anstieg beim Gewinn des vergangenen Quartals gemeldet hatte. Fifth Third Bancorp berichtete, dass die Quartalsgewinne den Erwartungen der Wall-Street-Experten entsprochen hätten. Die Aktie bewegte sich um 3 % nach oben. American Express kletterten um 4 %.

Größere Kurssprünge waren bei Pharmaaktien nur im frühen Handel zu beobachten. Später litten die Papiere unter Gewinnmitnahmen. Merck schlossen mit einem Minus von 0,4 %, Pfizer gaben 0,3 % nach.

Luftfahrttitel konnten sich befestigen, nachdem America West Holding, die Muttergesellschaft der achtgrößten US-Fluggesellschaft sagte, sie habe die Voraussetzungen für einen staatlich gestützten 429-Millionen-Dollar-Kredit erfüllt. Außerdem wurde das Unternehmen vom Investmenthaus Goldman Sachs von "Market Perform" auf "Market Outperform" hochgestuft. Die Aktie von America West Holdings schoss um 23,8 % nach oben.

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