American Football
Berlin Thunder holen World Bowl

Die Footballer der Berlin Thunders haben ihren dritten World Bowl der NFL Europe gewonnen. In der Arena AufSchalke hatten die Hauptstädter gegen Titelverteidiger Frankfurt Galaxy allerdings viel Mühe.

HB BERLIN. Bereits zum dritten Mal haben die Football-Stars von Berlin Thunder den World Bowl der NFL Europe gewonnen. Das Team von Coach Rick Lantz besiegte im Finale in der Arena AufSchalke den Titelverteidiger Frankfurt Galaxy 30:24 (7:3, 3:7, 13:0, 7:14) und sicherte sich damit wie 2001 und 2002 die begehrte Kristallkugel. Die Berliner krönten damit die beste Saison ihrer sechsjährigen Vereinsgeschichte mit insgesamt zehn Siegen und nur einer Niederlage. Vor 35.413 Zuschauern auf Schalke hatte das Team aus der Hauptstadt gegen die Frankfurter mehr Mühe als noch in der Vorwoche beim 41:0-Erfolg vor heimischem Publikum. In der ersten Halbzeit war die Partie völlig offen, die Hessen besaßen bis dahin gar leichte Vorteile in ihrem sechsten World-Bowl-Finale. Den besseren Start aber hatten zunächst die Berliner. Bereits in der dritten Minute ebnete ein Touchdown von Montique Sharpe den Weg zur 7:0-Führung. Doch fortan bekamen die Frankfurter das Spiel besser in den Griff.

Ein Field Goal von Kicker Ralf Kleinmann und ein Touchdown von Derrick Lewis brachten die kurzfristige Wende, ehe Jonathan Ruffin mit dem Pausenpfiff noch für den 10:10-Ausgleich sorgte. In der zweiten Halbzeit waren die Hessen zunächst völlig von der Rolle. Dabei sorgten Chas Gessner mit einem Touchdown nach einem 60-Yard-Pass von Richard Alston sowie Eric McCoo mit einem weiteren Run in die Frankfurter Endzone für die Vorentscheidung zu Gunsten der Berliner, ehe kurz vor Schluss noch ein wenig Spannung aufkam.

Stimmung kam aber nicht nur im Duell der beiden deutschen Rivalen, sondern auch beim NFL-Europe-Vorsitzenden Roger Goodell, der nach dem zwölften World Bowl von einer «gelungenen Saison mit Fortschritten» sprach. Ob in der Arena AufSchalke auch im kommenden Jahr Football gespielt wird, bleibt fraglich. Rhein Fire verlässt nach zwei Jahren das Exil wieder in Richtung Düsseldorf. Über ein eigenes Team konnten sich «Hausherr» Rudi Assauer und die NFL-Spitze noch nicht einigen. Für Schalke war es bislang ein Zuschussgeschäft, die NFL müsste zukünftig schon finanzielle Eingeständnisse machen.

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