Amerikaner beteuert seine Unschuld
IOC stellt Hamilton „Persilschein" aus

Der unter Dopingverdacht stehende amerikanische Radprofi bleibt Zeitfahr-Olympiasieger. Nach einer positiven A-Probe fiel das Ergebnis der zweiten Untersuchung negativ aus. Doch es bleibt ein Nachgeschmack, denn zugleich wurde Hamilton bei einem weiteren Test des Dopings überführt.

HB LAUSANNE. Zeitfahr-Olympiasieger Tyler Hamilton kann seine Goldmedaille von Athen behalten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) stellte am Donnerstag die Doping-Ermittlungen im Fall des 33 Jahre alten Amerikaners ein. Wie das IOC in Lausanne zur Begründung mitteilte, habe das Ergebnis der B-Probe das Resultat der positiven A-Probe nicht bestätigen können. Er dürfe daher seine Goldmedaille von Athen behalten.

Und doch wurde der Amerikanr positiv getetest. Wie der Arbeitgeber Phonak mitteilte, war die in Lausanne untersuchte B-Probe des Radprofis vom olympischen Zeitfahren zwar negativ. Jedoch bestätigte die Gegenanalyse der bei der Spanien-Rundfahrt (8. Etappe am 11. September) vorgenommene Kontrolle das Resultat der A-Probe und damit den Verdacht auf Blutdoping.

Die Phonak-Verantwortlichen kündigten zugleich die Bildung eines Gremiums von Wissenschaftlern an, das sich mit dem neu entwickelten Blutdoping-Nachweisverfahren intensiv befassen soll. Das Ziel lautet, weitere Klarheit über die von Australiern entwickelte Test-Methode zu schaffen.

In einer weiteren Erklärung beteuerte Hamilton, unschuldig zu sein. Der 33-Jährige bezog sich dabei jedoch ausdrücklich auf das olympische Zeitfahren ("Diese Goldmedaille lasse ich mir nicht nehmen"), nicht aber auf die Vuelta. Trotz seiner Suspendierung bleibt Hamilton im Tagesgeschäft mit Phonak verbunden und versicherte, das firmeneigene Wissenschaftler-Gremium unterstützen.

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