Amerikaner gibt IBF-Titel freiweillig zurück
Traum wird wahr: Klitschko contra Lennox Lewis

Der Traum von Schwergewichtler Witali Klitschko wird endlich wahr. Weltmeister Lennox Lewis beendet seine Karriere nicht und wird als nächstes gegen den Profi aus dem Hamburger Universum Boxstall seinen Titel nach Version des World Boxing Councils (WBC) verteidigen. Als Kampftermin hat der amerikanische Pay-TV-Kanal HBO den 7. Dezember vorgesehen.

HB NEW YORK. Der Champion möchte jedoch lieber im Februar boxen, wie er am Donnerstag verlauten ließ. Auf jeden Fall wird der 37-jährige Brite gegen den älteren der beiden Klitschko-Brüder antreten. Der promovierte Sportwissenschaftler und Ex-Weltmeister der World Boxing Organization (WBO) ist in der WBC- Weltrangliste die Nummer 1 und damit Pflicht-Herausforderer.

Ob der Kampf zu Stande kommt, hängt jetzt entscheidend von der Gesundheit Klitschkos ab. Vor zwei Monaten hatte er sich einer Bandscheibenoperation unterziehen müssen. Laut Trainer Fritz Sdunek habe seine Schützling keinerlei Probleme mehr und sei natürlich wahnsinnig "heiß" darauf, endlich mit Lewis in den Ring zu klettern. Lewis plant nach dem Klitschko-Duell noch einmal gegen Ex-Champion Mike Tyson anzutreten, den er am 8. Juni in Memphis durch K.o. in der 8. Runde besiegt hatte. Der Rückkampf muss laut Vertrag bis spätestens Mai nächsten Jahres stattfinden. Erst danach würde WBO- Weltmeister Wladimir Klitschko gegen Lewis boxen können.

Der Kampf gegen Witali Klitschko wurde möglich, weil Lewis seinen WM-Titel der International Boxing Federation (IBF) nicht verteidigen möchte. Für seinen Verzicht bezahlte ihm Promotor Don King, mit dem er sich vorige Woche während seines Urlaubs in Ghana zum Gespräch getroffen hatte, eine Million Dollar und einen Geländewagen. Lewis hätte den IBF-Titel gegen den Amerikaner Chris Byrd Pflicht verteidigen müssen, was für ihn "keine echte Herausforderung darstellt. Ich bin mir auch mit meinem Team einig, dass es kein öffentliches Interesse an diesem Kampf gibt", begründete Lewis die freiwillige Rückgabe des Gürtels. Beide Titel hatte er letztmalig gegen Tyson (USA) verteidigt.

Um die vakante IBF-Krone kämpfen Byrd und Ex-Weltmeister Evander Holyfield. Die beiden Amerikaner werden am 14. Dezember aufeinander treffen. Der Gewinner soll gegen den Sieger des Duells zwischen WBA- Weltmeister John Ruiz und Halbschwergewichts-Champion Roy Jones antreten, erklärte Don King in New York. Ruiz und Jones sollen am 7. Dezember kämpfen. Doch erst einmal muss Jones, der nicht zum ersten Mal lauthals verkündete, ins Schwergewicht aufzusteigen, am Samstag in Portland (US-Bundesstaat Oregon) gegen den Briten Clinton Woods seine Titel der WBC, IBF und WBA verteidigen.

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