Amerikanische Forscher entwickeln thermische Diode
Mikrochip verwandelt Hitze in Strom

Ein neuer Mikrochip gewinnt elektrischen Strom aus Abwärme. Auf diese Weise könnte die Bordelektronik im Auto von der Motorwärme gespeist oder Laptop-Akkus von der Abwärme des Prozessors zum Teil wieder geladen werden, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist".

dpa LONDON. Der neue Chip, eine so genannte thermische Diode, funktioniere bereits im Labor des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (US-Staat Massachusetts).Der Chip nutzt für die Umwandlung von Wärme in Strom den thermionischen Effekt, den der US-Erfinder Thomas Edison 1883 zum ersten Mal beobachtet hatte. Hierbei springen Elektronen wegen ihrer thermischen Bewegung von einer Elektrode durch ein Vakuum zur anderen - ein elektrischer Strom fließt. Bislang waren hierzu allerdings Temperaturen von etwa 1 000 Grad Celsius nötig, der Prozess funktionierte nur sehr ineffizient.

Der MIT-Physiker Peter Hagelstein und sein Kollege Yan Kucherov vom Energieunternehmen Eneco in Salt Lake City (US-Staat Utah) füllten das Vakuum mit einem elektronenreichen Halbleitermaterial auf der Basis von Indium-Antimonid. Dadurch konnten sie den Stromfluss deutlich erhöhen.

Die neue thermionische Diode funktioniert bereits bei 200 Grad Celsius, und die Forscher hoffen, die Betriebstemperatur noch weiter senken zu können. Die größte Herausforderung werde aber vermutlich sein, sie bezahlbar zu machen, berichtet das britische Magazin.

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