Amerikanische Konjunktur erholt sich langsamer
Außenhandel rechnet mit Einbußen für deutsche Exportwirtschaft

dpa-afx BERLIN. Nach den Terroranschlägen in den USA erwartet der Außenhandel Einbußen für die deutsche Exportwirtschaft. "Wir rechnen damit, dass sich der erhoffte Konjunkturerholungsprozess in den USA um ein bis zwei Quartale verzögern wird", sagte Hans-Jürgen Müller, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA). Darunter würden vor allem die Automobil-, Chemie- und Elektronikbranche leiden.

Wie sich die Lage beim langfristigeren Maschinen- und Anlagenbau entwickele, müsse man dagegen noch abwarten, sagte Müller. Ursprünglich hatte der Außenhandel auf eine Erholung der US- Konjunktur zum Jahresende gehofft. Bislang hat sich der Export als Motor der deutschen Wirtschaft erwiesen. Im ersten Halbjahr legten die Ausfuhren in die USA um 15,6 % auf 66,7 Mrd. DM zu.

Das Flugverbot nach den Anschlägen wird dagegen nach Einschätzung des BGA kaum Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. "Der Luftfrachtanteil am gesamten Transport ist verschwindend gering", sagte Müller. Betroffen seien zum Beispiel eilige Güter der Elektronik- oder Pharmaindustrie. Bei der einen oder anderen Firma könne es zu einem Engpass kommen. Da das Verbot voraussichtlich aber nur wenige Tage anhalten werde, befürchte er kaum negative Folgen.

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