Amerikanische Öffentlichkeit erregt
Reifenhersteller entschuldigt sich im US-Kongress für tödliche Verkehrsunfälle

Der Vorstandschef des amerikanischen Reifenherstellers Bridgestone/Firestone hat sich im US-Kongress für Dutzende von tödlichen Verkehrsunfällen entschuldigt, die möglicherweise auf fehlerhafte Produkte des Unternehmens zurückzuführen sind.

ap WASHINGTON. Er übernehme die volle und persönliche Verantwortung für alle Vorkommnisse, sagte Masatoshi Ono am Mittwoch vor dem Verkehrsausschuss des Senats in Washington.

Nach Ermittlungen der für die Autobahnen zuständigen Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) haben Unfälle der vergangenen Jahre mit 88 Todesopfern und mindestens 250 Verletzten möglicherweise ihre Ursache in defekten Firestone-Reifen. Betroffen waren insbesondere Sportwagen des Modells Ford Explorer. NHTSA-Leiterin Sue Bailey erklärte, viele Unfälle seien auf ein Zusammenwirken der defekten Reifen und besonderer Eigenschaften des Fahrzeugs zurückzuführen. Ford-Chef Jacques Nasser erkärte am Mittwoch jedoch vor dem Senatsausschuss: "Dies ist ein Reifenproblem, kein Fahrzeugproblem."

Am 9. August wurden 6,5 Mill. Reifen der betroffenen Typen zurückgerufen. Die amerikanische Öffentlichkeit ist besonders darüber erregt, dass Ford in 16 anderen Ländern schon mehr als ein Jahr vorher eine Rückrufaktion gestartet hat, aufgrund anderer Gesetze in den USA aber zunächst noch darauf verzichtete. Zudem soll Bridgestone/Firestone vermutlich schon länger Hinweise auf Sicherheitsprobleme der betroffenen Reifentypen gehabt haben.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%